"Ein Leitfaden für Kommunen: Solarparks auf Brachflächen"

Download Leitfaden

Ein Leitfaden für Kommunen

Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf Bodenflächen, sogenannte Freilandanlagen, verursacht bisweilen einen ökologischen Zielkonflikt: Einerseits ist die Nutzung der Sonnenenergie wichtig, um die ökologisch beanstandete Nutzung fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung zumindest teilweise zu ersetzen. Andererseits droht die Gefahr, durch Errichtung flächenintensiver Solarparks der Landwirtschaft und dem Naturraum ökologisch wertvolle Flächen zu entziehen. Vor diesem Hintergrund stellen brach gefallene Flächen in Thüringen ein großes Standortpotenzial dar: Allerdings ist nicht jede Brachfläche dafür prädestiniert, als Solarpark nachgenutzt zu werden. Vielmehr eignen sich Brachflächen für eine solche Nutzung nur, wenn spezifische Standorteigenschaften erfüllt sind.

Aus diesem Grund ist ein Brachflächenatlas entstanden, der die für Solarparks geeigneten Flächen ausweist. Im März 2011 wurden die Kommunen Thüringens zu einer Gesprächsrunde eingeladen, zu welcher die Studie vorgestellt wurde und darüber hinaus auch verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt wurden, wie die Gemeinden und Kommunen selbst zu Stromerzeugern werden können. Dabei sind Solarparkbetreibermodelle, der Verkauf und die Vermietung von geeigneten Flächen oder der sich lohnende Eigenbetrieb von Solarparks für Kommunen vorgestellt worden.

Da steigende Energiepreise und sinkende Marktpreise für Solarmodule durch die zurückgehende Einspeisevergütung kompensiert werden; sich aber nicht alle Brachflächen für die Bebauung mit Photovoltaikmodulen eignen und weitere Bedingungen und Kosten zur Aufbereitung eines Standortes nötig sind, ist die Idee entstanden, eine Leitfaden zu erzeugen.

Dieser soll den Kommunen eine Hilfe sein, weitere geeignete Standorte zu identifizieren und sie soweit zu mobilisieren, dass eine Investition erfolgen kann.