Leitfaden zur energieautarken Kommune

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Deutschland hat sich als Industrieland verpflichtet, die Emissionen von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid, Methan, Distickstoffmonoxid und anderen
bis 2050 um 80 Prozent gegenüber dem Wert von 1990 zu senken. Spätestens ab 2020 müssen die globalen Emissionen insgesamt sinken, nur dann besteht die Chance, die Kohlenstoffdioxid-Konzentration von 450 ppm nicht zu überschreiten und damit die Erhöhung der mittleren Jahresdurchschnittstemperatur um 2 Kelvin gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Motivation:

Zurzeit werden in Deutschland für die Energieerzeugung vor allem fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas und Uran eingesetzt. Diese Ressourcen sind aber nur begrenzt verfügbar. Die Reichweite der Vorkommen unterscheidet sich von Quelle zu Quelle. Sicher ist jedoch, dass die Erdöl- und Erdgasreserven noch in diesem Jahrhundert zur Neige gehen werden und gleichzeitig mit einem steigenden Energieverbrauch gerechnet werden muss. Die Atomkatastrophe in Japan hat zusätzlich gezeigt, welche verheerenden Folgen die Nutzung der Kernkraft nach sich ziehen kann. Angesichts dieser Situation, ist die Frage nicht ob, sondern wann mit einer vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien begonnen werden muss. Deutschland ist angesichts kaum vorhandener Vorkommen fossiler Brennstoffe wie Erdöl oder Erdgas auf Importe angewiesen. Die Preise dieser Energieträger sind in den letzten Jahren konstant gestiegen. Dieser Trend wird sich im Zuge der zunehmenden Verknappung und der erhöhten Nachfrage künftig noch verstärken. In Folge dessen werden die erneuerbaren Energien verstärkt wettbewerbsfähig und können zukünftig auch ohne finanzielle Unterstützung ihre Marktposition weiter ausbauen. Eines der größten Probleme dieses Jahrhunderts besteht im Klimawandel und den daraus resultieren Folgen. Der anthropogene Treibhauseffekt ist Ursache für schrumpfende Gebiete mit Permafrostböden und für den Temperaturanstieg der Meere. Somit wird vermehrt Kohlenstoffdioxid freigesetzt, beziehungsweise kann weniger in den Meeren gebunden werden. Der daraus resultierende Temperaturanstieg der Atmosphäre ist eine Ursache für vermehrte Umweltkatastrophen.

Ansprechpartner

Ulrike Schreyer
Projektleiterin Erneuerbare Energien
Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur
Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt
0361 5603-215
0361 5603-327

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