"Wirtschaftliche Nutzungsoptionen der Tiefengeothermie in Thüringen"
Forschungsprojekt, Abschlussbericht, 10. Februar 2011
Kurzfassung und Schlussfolgerungen
Durch den weltweit steigenden Energiebedarf, der Begrenztheit fossiler Energieträger sowie der sich abzeichnenden Klimaveränderungen ist eine verbesserte Energieeffizienz und die vermehrte Erschließung neuer Energiepotenziale zwingend erforderlich.
Mit den ‚Meseberger Beschlüssen’ von 2007 hat die Bundesregierung dieser Forderung Rechnung getragen und die Eckpunkte eines Integrierten Energie- und Klimaprogramms fixiert. Der aktuell vorgelegte BMWi/BMU-Entwurf eines Energiekonzeptes setzt für 2050 das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen um 80% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind nicht nur alle Potenziale der Energieeinsparung und der Erhöhung der Energieeffizienz, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien zu nutzen. Eine der wenigen grundlastfähigen Energieformen stellt dabei die Tiefe Geothermie dar. An dieser alternativen Form der Energiegewinnung wird derzeit weltweit intensiv geforscht. In der Bundesrepublik existieren bereits zahlreiche Pilotprojekte und Potenzialstudien.
Die Erdwärme nimmt aufgrund ihrer bedarfsgerechten sowie klima- und witterungsunabhängigen Verfügbarkeit unter den Erneuerbaren Energien eine besondere Position ein. Neben den sonnengebundenen regenerativen Energien wie Photovoltaik, Solarthermie und Biomasse steht ein ebenso großes terrestrisch gebundenes Potenzial zur Energienutzung bereit.
Inhalt dieser Studie ist die Klärung der Frage, ob der tiefere geologische Untergrund in Thüringen zur wirtschaftlichen Gewinnung mit Tiefer Geothermie genutzt werden kann. Grundlagen und Stand der Technik zur Erschließung und Nutzung der Tiefen Geothermie
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