Schritt für Schritt zu mehr Energieeffizienz

Ob Transport- oder Personenverkehr, im Bauwesen, in Industrie und Gewerbe oder in Land- und Forstwirtschaft - in nahezu allen Lebens- und Arbeitsbereichen unserer heutigen Gesellschaft kann der Energieverbrauch gesenkt werden. Für die Nutzer ergeben sich daraus geringere Energiekosten.
Die Ausgaben von Verbrauchern, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen für den beständigen Bedarf an Raumwärme, Raumlüftung, Warmwasser und Beleuchtung steigen ständig an, eine Entspannung dieser Tendenz ist angesichts des zunehmenden Energieverbrauchs auf kurze Sicht nicht zu erwarten. Die Verknappung fossiler Energieträger weltweit verstärkt diesen Trend zusätzlich. Wirksam gegensteuern lässt sich daher nur mit innovativen Energietechnologien und regenerativen Energieträgern, sprich: mit einer globalen und kooperativen Energie- und Umweltpolitik.
Bund und Land unterstützen daher Privathaushalte, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen mit mehr als 40 Förderprogrammen bei der gezielten Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, der Erzeugung erneuerbarer Energien, der Umsetzung von Sparmaßnahmen sowie bei Beratungsleistungen zum Energie-Thema. Der Freistaat Thüringen hat sich zum Ziel gesetzt, an der Entwicklung des zukunftsorientierten Markts für energieeffiziente Technologien und Produkte mit langfristigem Engagement Anteil zu nehmen. Einer der wichtigen Bausteine dieser landesweiten Energieeffizienzstrategie wurde Anfang dieses Jahres initiiert: Mit der „Richtlinie zur Förderung der Energieeffizienz in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU)“, wurde ein Programm erarbeitet, das die Identifizierung der Energiepotenziale in Thüringer Unternehmen unterstützt und die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorantreiben soll.
Die Richtlinie eröffnet den Betrieben die Möglichkeit einer geförderten messtechnisch unterstützten Energieeffizienzberatung durch unabhängige Energie-Experten. Damit einher geht die Förderung konkreter Vorschläge und Maßnahmepläne, mit deren Umsetzung energie- und kostensparende Verbesserungen für das einzelne Unternehmen verbunden sind.
In den ersten Jahren nach 1990 ging der Energieverbrauch in Thüringen deutlich zurück. Zu erklären ist dies mit Milliardeninvestitionen in die technische Infrastruktur der Eneriewirtschaft, Investitionen im Bereich Wohnungswirtschaft, vor allem für energiesparende Maßnahmen im Rahmen von Gebäudesanierungen.
Durch die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist in den vergangenen Jahren wieder ein leichter Anstieg des Verbrauchs festzustellen. Herausforderung ist nun, diesen Trend aufzuhalten ohne auf die positive wirtschaftliche Entwicklung des Landes Einfluss zu nehmen.
Weitere Einsparpotenziale im Verkehrsssektor liegen im Ausbau der Radwege und Park+Ride-Systeme, einer besseren Koordinierung von Lichtsignalanlagen oder einer vermehrten Nutzung von Kreisverkehren und Parkleitsystemen.
Viel geschehen wird auch in der Immobilienwirtschaft. Hier soll vor allem das vorhandene Potenzial an Erneuerbaren Energien über die rund 100 Millionen Quadratmeter Dachflächen langfristig zur Nutzung kommen. Weiterhin ist es geplant ist, den Gebäudebestand in Thüringen so zu ertüchtigen, dass er über seinen gesamten Lebenszyklus geringere oder keine Emissionen verursacht.
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