Energie für die Zukunft

Ob Windkraft-, Biomasse-, Geothermie- und Photovoltaikanlagen im Strombereich oder moderne Pelletheizungen, effiziente Biomasse-Heizwerke, Biomasse-(Block-)Heizkraftwerke, geothermische Heizwerke und solarthermische Anlagen im Wärmebereich: Die traditionelle Nutzung von Energieträgern wird zunehmend durch Erneuerbare ergänzt. Auch Biokraftstoffe leisten einen wichtigen und nennenswerten Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Transportsektor.

Erneuerbare Energieträger haben viele Vorteile: Ihre Nutzung ist klimafreundlich und sicher. Sie schont Umwelt und Ressourcen. Sie ermöglicht eine zunehmende Unabhängigkeit von Energieimporten und damit eine bessere Versorgungssicherheit. Die Ressourcen stehen vor Ort zur Verfügung, heimische Unternehmen werden gestärkt, Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Im Jahr 2010 lag der Anteil Erneuerbarer Energien in Deutschland bereits bei 11 Prozent, Thüringen will diesen Anteil bis zum Jahr 2015 auf 22 Prozent ausbauen.

Davon ausgehend bleibt noch viel zu tun: In Deutschland wurden im Jahr 2010 insgesamt 26,6 Mrd. Euro für die Errichtung von Erneuerbare Energien-Anlagen ausgegeben , die Bruttobeschäftigung stieg von 2004 bis 2010 um 129 Prozent an  und verzeichnet gerade in Thüringen eine überdurchschnittlich hohe Bruttowertschöpfung pro Erwerbstätigem (rund 46.000 €) .

Die zunehmende Umstellung unseres Energiesystems auf Nachhaltige Energieträger ist ein hervorragendes Beispiel für den Einsatz und Transfer hochinnovativer Technologien und Thüringen ist in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Der Freistaat zählt mit seiner gut vernetzten, hochinnovativen „grünen Branche“ zu den bedeutendsten Solarstandorten Deutschlands. Thüringer Unternehmen decken nahezu die gesamte Wertschöpfungskette  bei der Herstellung von Solaranlagen und Systemdienstleistungen ab. Weltweite führende Unternehmen wie Bosch Solar Energy, SCHOTT Solar, Sunways und PV Crystalox Solar sprechen für den Standort und ziehen auch Investoren aus dem Ausland wie z.B. die Masdar-Gruppe aus Abu Dhabi an. Wichtige Forschungseinrichtungen in Thüringen sind das SolarZentrumErfurt am CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik, das Institut für Photonische Hochtechnologien (IPHT) in Jena, das Fraunhofer Institut für Optik und Feinmechanik (FhG-IOF) sowie das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) in Rudolstadt sowie die Thüringer Hochschulen.

Neben der Photovoltaik kann der Freistaat mit starken Unternehmen und innovativen Produkten wie z.B. Kraftwerkstechnik und Speichertechnologien, Komponenten für die Windkraft und Hersteller im Bereich Tiefengeothermie und Biomasse und Biogas, punkten.

Potenziale Erneuerbarer Energien in Thüringen

Im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie haben die Energie-Klima-Plan GmbH (EKP) und die FH Nordhausen den Bestand und die Potenziale der Erneuerbaren Energieträger in Thüringen systematisch erfasst und analysiert. Damit werden die wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten der Erneuerbaren Energien bis auf die örtliche Ebene transparent gemacht. Die Analyse erfolgt räumlich differenziert für alle Landkreise und kreisfreien Städte, ihre Ergebnisse werden kartographisch dargestellt.

Sie können in einem Potenzialatlas (13.9 MB) eingesehen werden.

Ansprechpartner

Ulrike Schreyer
Projektleiterin Erneuerbare Energien
Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur
Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt
0361 5603-215
0361 5603-327

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