„Aus weniger mehr machen“: Ressourceneffizienz wird zu bedeutendem Wirtschaftsfaktor

Gründe, die eine effiziente Nutzung von Materialien, Wasser, Energie und Flächen erfordern, gibt es viele. Die wachsende Weltbevölkerung, der zunehmende Verkehr, der weltweit steigende Energie,- Wasser,- und Materialbedarf, die globale Ausweitung der industriellen Massenproduktion oder die kontinuierliche Entwicklung der bevölkerungsreichen Schwellenländer - all diese Faktoren bedingen eine stetig steigende Nachfrage von Gütern und Dienstleistungen. Diesem Negativtrend stehen verschiedenste Maßnahmen gegenüber: sparsame und effizientere Nutzung von Energie, alternative Energiebereitstellung und intelligenter Materialeinsatz sind die bedeutende Schritte der befürchteten Rohstoffknappheit durch gesteigerte Ressourceneffizienz zu begegnen.
In diesem Sinne müssen vor allem die Senkung des Energie-, Material- und Wasserverbrauchs im Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit stehen und in den Fokus der wirtschaftlichen Prozesse und wissenschaftlichen Forschungen gerückt werden. So können wir mit dem vereinfacht formulierten Ziel „Aus weniger mehr machen“ und unsere Lebensgrundlage nachhaltig sichern.
Ein regionales sowie internationales Engagement der jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Akteure ist nötig, um dieses Ziel schon in naher Zukunft erreichen zu können. So gibt es politische Initiativen zum Umgang mit Ressourcen und zur Steigerung der Ressourceneffizienz, viele von ihnen in der Europäischen Union und in Deutschland - sowohl auf Bundes- als auf Länderebene. Auch Thüringen ist aktiv beteiligt.
Mit dem „Roadmap-Prozess Ressourceneffizienz Thüringen“ sollen Wettbewerbsvorteile des effizienteren Energie- und Materialeinsatzes identifiziert, dass Einsparpotenzial dieser innovativen Rohstoff- und Energienutzung aufgezeigt und die landesweite Industrie und Wirtschaft für diesen Weg zu gewonnen werden. Damit ist das Ziel, die Energie- und Rohstoffproduktivität in Thüringen gemäß des entsprechenden Zielstellungen des Landes und Bundes zu erhöhen, Industriepolitisch zukunftsorientiert zu handeln, Fachkräfte zu gewinnen und zu binden, Wertschöpfungsketten von Thüringer Unternehmen zu erweitern und Akteure in Netzwerken zusammenzuführen. Im übergreifenden Zusammenhang sollen so Handlungsfelder abgesteckt und ein späteres Umsetzen von konkreten Projekten ermöglicht werden.
So wird das Ergebnis des Roadmap-Prozesses eine Darstellung der Handlungsfelder und deren Verknüpfung sein. Zudem soll es eine Sammlung und Benennung aller Thüringer Akteure aus Industrie, Forschung und Entwicklung sowie eine Zusammenarbeit zwischen Politik, Forschung und Industrie bezüglich Ressourceneffizienz geben. Mit Hilfe eines Roadmap-Prozesses Ressourceneffizienz Thüringen sollen hier Entwicklungspotentiale identifiziert, Technologien hervorgebracht, Industrie und Forschung verknüpft und Projekte umgesetzt werden. Zudem resultieren über Informations- und Wissensaustausch in Foren sowie über einen Internetauftritt ein ständiger Kontakt, Datenabgleiche und die Beratung der Teilnehmer untereinander.
„Wir wollen Ressourceneffizienz zum Wettbewerbsfaktor machen, indem wir Möglichkeiten aufzeigen, wie mit herkömmlicher Ausstattung und bekannten Rohstoffen plötzlich völlig neue und hoch innovative Produkte entstehen“, so Andreas Krey, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, bei der die ThEGA angesiedelt ist.
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