Studie: Individuelle Elektromobilität im ICE-Knoten mit Bahn verknüpfen

Studie untersucht Lösungen für individuelle Anschlussmobilität an den Schienenfernverkehr

Eine neue Studie des IGES-Instituts aus Berlin, die im Auftrag des Thüringer Verkehrsministeriums und der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) GmbH erstellt wurde, hat auf Basis der durch den ICE-Knoten entstehenden Potenziale individuelle Mobilitätslösungen für die Anschlussmobilität ausgehend vom Erfurter Bahnhof untersucht und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. So sollen unter anderem sichtbare und damit wahrnehmbare Mobilitätsstation an wichtigen Verkehrsknoten wie z.B. in Hochschul- und Gewerbestandorten oder an Bahnhöfen eingerichtet werden. Hierbei sollte bei den angebotenen Car-Sharing-Modellen zunehmend auf Elektrofahrzeuge gesetzt werden.

„Wir sollten die E-Mobilität zur Imagebildung in der Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena nutzen“, sagte Verkehrsministerin Birgit Keller heute bei der Veröffentlichung der Studie in Erfurt. „Durch die Einrichtung von Mobilitätsstationen an wichtigen Verknüpfungspunkten und die Integration von Ladeinfrastruktur in städtebaulichen Entwicklungsgebieten wie z.B. der ‚Äußeren Oststadt‘ könnten wir neue Mobilitätsformen schaffen und in Kombination mit E-City-Logistik eine nachhaltige Gesamtmobilität entwickeln.“

Die vorgeschlagenen Mobilitätsstationen sollen den öffentlichen Verkehr (Bahn, Straßenbahn, Bus) mit anderen Formen der individuellen Mobilität verknüpfen. Dies können Car-Sharing-Angebote, Mitfahrgelegenheiten, Fahrradverleihsysteme, Fahrradabstellanlagen, Ladinfrastruktur für Elektromobile, Taxistände und Fernbusterminals sein. Die Studie untersucht die Voraussetzungen für die verschiedenen Mobilitätsangebote, die wirtschaftlichen Randbedingungen und von Unterstützungsmöglichkeiten. Außerdem wurde zur Ermittlung des Infrastrukturbedarfs für zukünftige Mobilitätslösungen eine Systematik zur Bestimmung geeigneter Standorte für Ladeinfrastruktur entwickelt. Dieses Netz sollte auch touristische Ziele in der Impulsregion einschließen. Car-Sharing und Fahrradverleihsystemen sollten zudem mit dem ÖPNV vernetzt werden. Tarifliche Kooperationen und Kombitickets der verschiedenen Anbieter könnten diesen Prozess beschleunigen. Auf Basis der Veröffentlichung der Studienergebnisse werden in nächster Zeit Gespräche mit wichtigen Akteuren geführt um Handlungsempfehlungen umzusetzen.

zur Studie (PDF-Datei, 3 MB)

Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft

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