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05.09.2017

Neues ThEGA-Projekt hilft Gemeinden, Energie zu sparen

Ländliche Gemeinden sind Zielgruppe des Verbundvorhabens, welches vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Pilotprojekte in Werther, Großobringen, Kahla und Neumark geplant.

Die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) hat mit Partnern aus der Thüringer Wissenschaft und Wirtschaft das Projekt „Transformation im ländlichen Raum“ (TRAIL) gestartet. Das praxisorientierte Vorhaben soll Thüringer Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern helfen, die eigene Wärmeversorgung zu optimieren und Energiekosten zu senken. Das Bundeswirtschaftsministerium und das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) fördern das Projekt in den kommenden zwei Jahren. Der Gesamtumfang beträgt rund 1,5 Millionen Euro.

Vier Thüringer Gemeinden testen neue Software

Das Potenzial für eine Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien wie Solarthermie oder Biomasse ist im ländlichen Raum besonders groß. „Allerdings fehlen in kleineren Gemeinden mit zum Teil ehrenamtlichen Vertretern oft Zeit und Fachwissen, um die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude oder komplexe Prozesse wie den Auf- oder Ausbau des örtlichen Wärmenetzes kostenoptimal umzusetzen“, sagt ThEGA-Geschäftsführer Professor Dieter Sell. 

Das neue ThEGA-Projekt „TRAIL” hilft ländlichen Gemeinden nun, ungenutzte Sparpotenziale zu heben und die kommunale Wärmewende aktiv mitzugestalten. Zentrales Element ist eine webbasierte Software, die speziell zugeschnitten ist auf die Bedürfnisse und Entscheidungsprozesse von Gemeinden im ländlichen Raum. Die Software ermittelt etwa aus dem Gebäudebestand den Wärmeverbrauch der Gemeinde oder erfasst die Wärmepotenziale von Dächern mit Solarthermie und Böden mit oberflächennaher Geothermie. Diese Datenbasis ist nötig, um den Kommunen konkrete und umsetzbare Optionen für effiziente Energieversorgungslösungen zu empfehlen.

Zusätzlich gibt die Software praktische Tipps und zeigt den Gemeindevertretern etwa, wie Ratsbeschlüsse vorbereitet werden sollten, welche Partner im Vorfeld angesprochen werden müssen und wie die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden können. Die Software wird zunächst in den Thüringer Pilotgemeinden Werther, Großobringen, Kahla und Neumarkt erprobt. Weitere Interessenten sind willkommen und können sich bei der ThEGA melden.

TRAIL auf einen Blick

Laufzeit: 01.08.2017 bis 31.07.2019
Projektumfang: 1,5 Millionen Euro
Förderung: Bundesumweltministerium und TMUEN (Eigenmittel ThEGA)
Koordination: Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA)
Projekt-Partner:
- JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH
- Quaas Stadtplaner
- ThINK - Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz GmbH
- igniti GmbH
- Bauhaus-Universität Weimar, Professur Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen
- Fraunhofer IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik (AST)

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Andreas Braun

Andreas Braun
Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit und Marketing 

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