Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) setzt bei Windenergie künftig auch auf Mediationsverfahren

Servicestelle Windenergie nimmt erhöhten Bedarf wahr/ Mediation als Option bei verhärteten Konflikten / ThEGA agiert als neutraler Akteur in vermittelnder Rolle

 

Die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) setzt bei Infrastrukturprojekten der Energiewende künftig verstärkt auf Mediationsverfahren. „Mediation ist ein guter und mittlerweile erprobter Weg, um bei verhärteten Fronten wieder ins Gespräch zu kommen“, erklärt Ramona Notroff, Leiterin der Servicestelle Windenergie bei der ThEGA. In Thüringen werden bislang bei Infrastrukturprojekten, wie zum Beispiel dem Bau von Windenergieanlagen, Stromleitungen oder auch Biogasanlagen, noch keine Mediationen genutzt. „Bundesländer wie Hessen, Baden-Württemberg oder Bayern haben mit Mediation bereits gute Erfahrungen gemacht. Zudem spüren wir insbesondere bei Windenergieprojekten einen erhöhten Beratungsbedarf. Daher haben wir uns entschlossen, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und künftig diese Verfahren zu vermitteln“, so Notroff.

Mediation sorgt für Kommunikation und Verständnis

Wie die Leiterin der Servicestelle Windenergie weiter erläutert, kommt es bei Energiewendeprojekten immer häufiger zu Konflikten zwischen Befürwortern und Gegnern. „Wie bei anderen Infrastrukturprojekten auch - Autobahnen oder Schienentrassen – stehen Bürgerinnen und Bürgern diesen Vorhaben immer öfter kritisch gegenüber“, so Notroff. In solchen Fällen kann das Angebot einer Mediation helfen, wieder miteinander zu reden und für Verständnis zu sorgen. Mediationen dienen allerdings nicht dazu, ein ganz bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Das Ergebnis – also ob zum Beispiel eine Biogasanlage oder Windenergieanlage gebaut werden dürfe oder nicht – hängt im Wesentlichen vom gesetzlichen Rahmen ab. Mediationen können allerdings dabei helfen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für alle Betroffenen zu erläutern bzw. Ansprechpartner für Fragen zum Beispiel zu den Rechten der Planer und Erbauer solcher Projekte oder zu den Anhörungsrechten der Bürgerinnen und Bürger zu vermitteln.

ThEGA agiert neutral und vermittelnd

Die ThEGA übernimmt in der Frage der Mediation bei Energieinfrastrukturprojekten bewusst die Rolle des Vermittlers. „Wir sind als Servicestelle Windenergie eine neutrale Beratungsstelle für Kommunen, Bürger und Unternehmen und können daher keinen aktiven Part in einem Mediationsverfahren übernehmen“, so Notroff. Die Finanzierung der Mediation muss daher von anderen Beteiligten wie beispielsweise Kommunen, Bürgerinitiativen oder den planenden Unternehmen geleistet werden.
Die ThEGA setzte bei der Mediation auf Mediatorinnen und Mediatoren aus dem so genannten KNE-Mediatorenpool. Diese professionellen Mediatorinnen und Mediatoren sind unter anderem durch das KNE (Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende) geschult und wenden zertifizierte Verfahren an. Das KNE arbeitet im Auftrag des Bundesumweltministeriums und ist unter anderem in der Trägerschaft der Umweltstiftung Michael Otto.

Über die Servicestelle Windenergie

Die Servicestelle Windenergie (www.thega.de/wind-gewinnt) der ThEGA ist die zentrale Beratungs- und Informationsstelle für Windenergie im Freistaat. Sie unterstützt Bürger, Kommunen und Projektierer mit zielgruppenspezifischen Angeboten und macht sich für die Beteiligung aller Interessensgruppen stark.

Über die ThEGA

Die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA) informiert und berät als Landesenergieagentur des Freistaates Thüringen Kommunen, Unternehmen,  Bürger und Politik in den Bereichen erneuerbare Energien, Energie- und Ressourceneffizienz, nachhaltige Mobilität sowie kommunales Energiemanagement. Dabei agiert die ThEGA markt- und anbieterneutral. Weitere Informationen unter: www.thega.de

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Andreas Braun

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