Wasserstoff im Energiesystem der Zukunft: Konferenz am 5. Juni in Erfurt

Konferenz diskutiert zum Beispiel, ob wir künftig mit Wasserstoff heizen und fahren - Gemeinsame Veranstaltung von DECHEMA, Thüringer Umweltministerium und Landesenergieagentur ThEGA legt Schwerpunkt auf Anwendungen aus Thüringen - Kostenfreie Online-Anmeldung bis 26. Mai möglich

Wasserstoff kann in Zukunft eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen – zum Beispiel als Kraftstoff für Autos, Züge und Busse oder in Brennstoffzellenheizungen, die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Die Konferenz „Wasserstoff im Energiesystem der Zukunft“ beleuchtet am 5. Juni 2019 in Erfurt solche Anwendungsszenarien und informiert über Anforderungen an Herstellung, Transport und Speicherung von Wasserstoff. Die Veranstaltung wird um 10:30 Uhr von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund eröffnet und gibt einen Überblick über erfolgreiche Praxisbeispiele – von der Mobilität bis zur chemischen Industrie. „Wer Klimaschutz will, denkt auch Mobilität neu. Bahn, Autos, Busse und Räder können mit erneuerbarem und sauberem Strom zum Laufen kommen. Zum Beispiel mit grünem Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Wir machen uns dafür in Thüringen auf den Weg, indem wir jetzt beginnen eine Wasserstoffstrategie zu erarbeiten“, so die Umweltministerin.
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Sie richtet sich an Fachleute und Interessierte aus Verwaltung, Ministerien, Energieversorgern, Forschung und Lehre, die sich aus erster Hand informieren möchten, welche Entwicklungsmöglichkeiten die Wasserstofftechnologie bietet und welche Anforderungen sich für Industriestandorte, Verkehr und Infrastruktur daraus ergeben. Die Konferenz findet im Congress Center der Messe Erfurt statt und wird gemeinsam von DECHEMA, Landesenergieagentur ThEGA, Thüringer Umweltministerium und CLEANTECH Initiative Ostdeutschland veranstaltet. Weitere Informationen zum Programm und kostenfreie Anmeldung bis 26. Mai auf www.dechema.de/wasserstoff_2019

Thüringer Projekte setzen auf Wasserstoff
In Thüringen und Ostdeutschland laufen derzeit Entwicklungsprojekte zur Nutzung von Brennstoffzellen in Zügen. Im Februar fuhr der erste Wasserstoffzug testweise durch Thüringen. Experten sehen vor allem für nicht elektrifizierte Strecken im ländlichen Raum große Potenziale. Was in den Projekten genau erforscht wird und wie der Einsatz in der Praxis aussehen kann, präsentieren Forscher und Entwickler auf der Konferenz. Der Nordhäuser Anlagenspezialist Maximator hat sein Angebot erweitert, plant und installiert nun auch Wasserstofftankstellen. Auf dem Kongress spricht das Unternehmen u.a. über den zukunftsträchtigen Markt und erste Erfahrungen bei der Konzeption und Inbetriebnahme einer Wasserstofftankstelle für die Stadtwerke Wuppertal. Weitere Schwerpunkte der Konferenz sind Wasserstofftechnologien in der Automobilindustrie und die Speicherung von Wasserstoff.

Hintergrund: Wasserstoff als Energieträger

Wasserstoff bietet als Energieträger eine ganze Reihe von Vorteilen: Er ist in großen Mengen verfügbar, lässt sich direkt nutzen, und dabei entsteht als einziges „Abgas" Wasserdampf. Durch Elektrolyse kann Wasserstoff vollkommen emissionsfrei und umweltverträglich aus Wasser gewonnen werden, sofern dazu Strom aus Erneuerbaren Energien verwendet wird. Damit wird das kleinste Molekül des Universums zum Schlüssel für die Umwandlung von elektrischer Energie in chemische Energie – und somit auch zum Schlüssel für die Speicherung regenerativ erzeugter Energie. Gleichzeitig stellt Wasserstoff aber Herausforderungen an die Infrastruktur für Speicherung, Transport und Nutzung. Ebenso muss die Sicherheitstechnik so ausgereift sein, dass keine zusätzlichen Risiken von der neuen Technologie ausgehen.

Über die Landesenergieagentur ThEGA
Die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA) ist die Landesenergieagentur des Freistaates Thüringen. Sie ist das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien, Energie- und Ressourceneffizienz, nachhaltige Mobilität, kommunales Energiemanagement und klimaneutrale Landesliegenschaften. Die ThEGA informiert und berät Thüringer Unternehmen, Kommunen, Bürger und Politik. Sie trägt zum Gelingen der energie- und klimapolitischen Ziele Thüringens bei und bringt Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen. Die ThEGA agiert markt- und anbieterneutral. Mehr Informationen: www.thega.de

 

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Andreas Braun

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