Kontaktdaten

AWO Kreisverband Saale-Holzland e.V.
Klosterlausnitzer Straße 19
07607 Eisenberg

Ansprechpartner: Markus Weber
Telefon: 0171 9944177
E-Mail: m.weber@awo-shk.de
Website: AWO Kreisverband Saale-Holzland e.V.

Was zeichnet das Energiemanagement aus?

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Energiemanagements bei der AWO SHK ist die personelle Aufstellung: Die Aufgaben des Energiemanagements werden von zwei Mitarbeitenden mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten gemeinsam wahrgenommen. Durch die Kombination technischer und organisatorischer Kompetenzen können die vielfältigen Anforderungen des Energiemanagements ganzheitlich und effizient bearbeitet werden. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, die Kernelemente des Energiemanagements systematisch und zielgerichtet umzusetzen. Dazu zählen insbesondere die Optimierung von Heizungsanlagen, die Erfassung und Aufbereitung der Anlagendokumentation, die Verbesserung der Beschaffungsprozesse für leitungsgebundene Energieträger sowie die Sensibilisierung der Nutzerinnen und Nutzer für einen bewussten und energieeffizienten Umgang mit Ressourcen.

Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Erfolg leistet die enge Einbindung des Energiemanagements in die Organisationsstruktur. Durch die direkte Anbindung an die Geschäftsführung werden Entscheidungen schnell getroffen und notwendige Maßnahmen wirksam unterstützt. Gleichzeitig schafft die Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Ressourcen die Grundlage dafür, identifizierte Optimierungspotenziale konsequent umzusetzen.

So ist die AWO SHK sowohl organisatorisch als auch technisch hervorragend aufgestellt und kann ihr Energiemanagement kontinuierlich weiterentwickeln sowie nachhaltige Energieeinsparungen erzielen.

Was wurde erreicht?

• Endenergieeinsparung: 372.276 kWh (15,48 %)
• Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): ... kWh/a
• CO₂-Einsparung: 52 t (9,26 %)

Kontaktdaten

Gemeindeverwaltung Grabfeld
Hauptstraße 28
98631 Grabfeld

Ansprechpartner: Christian Schmidt
Telefon: 03694 458222
E-Mail: c.schmidt@grabfeld.de
Website: Gemeinde Grabfeld

Was zeichnet das Energiemanagement aus?

Die Gemeinde Grabfeld hat ihr Energiemanagement durch eine konsequente und kontinuierliche Bearbeitung der relevanten Themenfelder innerhalb kurzer Zeit erfolgreich bis zur Zertifizierung geführt. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Energiemanager als Quereinsteiger diese anspruchsvolle Aufgabe übernommen und sich mit großem Engagement in das Themengebiet eingearbeitet hat.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die starke Unterstützung durch den Bürgermeister, der das Energiemanagement aktiv förderte und die notwendigen Rahmenbedingungen für dessen erfolgreiche Umsetzung schuf. Diese Rückendeckung ermöglichte es, Maßnahmen konsequent voranzutreiben und bestehende Einsparpotenziale systematisch zu erschließen.

Zu den größten Erfolgen zählte die Optimierung der Heizungsanlagen in den kommunalen Liegenschaften. Durch gezielte Nutzersensibilisierung und die Anpassung der Betriebsweise können die Anlagen nun bedarfsgerecht betrieben und Energieverbräuche nachhaltig reduziert werden. Darüber hinaus bildeten die umfassende Bestandsaufnahme und Strukturierung der Anlagendokumentation eine wichtige Grundlage für weitere Verbesserungen. Auch die Analyse der Beschaffung und Nutzung leitungsgebundener Energieträger sowie die Identifikation zusätzlicher Optimierungspotenziale trugen maßgeblich zur Senkung der Energiekosten und zur Steigerung der Energieeffizienz bei.

In dem Zusammenhang konnten auch folgende investive Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Installation von sechs PV-Anlagen und sechs Balkonkraftwerken an den Liegenschaften der Gemeinde. Weiterhin wurde die Trinkwarmwasserbereitung dezentralisiert und wo nötig auf Trinkwarmwasser-Wärmepumpen umgestellt. Ein Gebäude wird seit der Einführung des Energiemanagements auch mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt.

Was wurde erreicht?

• Endenergieeinsparung: 114.714 kWh (21,36 %)
• Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): 120.000 kWh/a
• CO₂-Einsparung: 29 t (19,14 %)

Kontaktdaten

Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein gGmbH
Humboldtstraße 14
99423 Weimar

Ansprechpartner: Daniel Bocklitz
Telefon: 03643 24101302
E-Mail: d.bocklitz@diakonie-wl.de
Website: Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein

Was zeichnet das Energiemanagement aus?

Die Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein nimmt eine Vorreiterrolle in Thüringen ein: Sie ist der erste Träger der freien Wohlfahrtspflege im Freistaat, der ein zertifiziertes Energiemanagement erfolgreich aufgebaut hat und zeigt damit, dass Energiemanagement nicht nur in Kommunen einen Mehrwert darstellt. Dieses Ergebnis ist das Resultat eines praxisnahen und konsequent umgesetzten Ansatzes, bei dem die Identifikation und Realisierung von Einsparpotenzialen im Mittelpunkt stand.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die klare Priorisierung von Maßnahmen mit einem besonders günstigen Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen. Der Energiemanager verfolgte dabei das Prinzip, zunächst die „einfachen“ Einsparpotenziale zu erschließen. Aus diesem Grund lag der Fokus zu Beginn auf der Optimierung der Heizungsanlagen in den Einrichtungen der Stiftung. Durch die Anpassung von Betriebszeiten, Temperaturen und Regelungsparametern konnten bereits mit geringem personellem und finanziellem Aufwand erhebliche Energieeinsparungen erzielt werden.

Ergänzt wurde dieser Ansatz durch die systematische Umsetzung weiterer Kernelemente des Energiemanagements. Dazu gehörten die Sensibilisierung von Mitarbeitenden für einen bewussten Umgang mit Energie, die Erfassung und Strukturierung der vorhandenen Anlagendokumentation sowie die Überprüfung von Optimierungsmöglichkeiten bei der Beschaffung leitungsgebundener Energieträger. Dadurch wurden Transparenz geschaffen, Prozesse verbessert und zusätzliche Einsparpotenziale identifiziert. 

Doch auch investive Maßnahmen spielen bei der Diakonie im Energiemanagement eine bedeutende Rolle. Aktuell betreibt die Stiftung sieben PV-Anlagen mit insgesamt 625 kWp Leistung und 500 kWh Speicherkapazität. Die Beleuchtung ist fast flächendeckend auf LED umgestellt. Im Rahmen des Energiemanagements erfolgten bereits zwei komplette energetische Sanierungen und vier energetische Teilsanierungen von Bestandsgebäuden.  Außerdem investiert die Stiftung aktuell mit großem Fokus auf E-Mobilität. In 2026 wird an fünf Standorten eine Ladeinfrastruktur aufgebaut.

Was wurde erreicht?

• Endenergieeinsparung: 1.434.065 kWh (8,54 %)
• Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): 419.168 kWh/a 

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Kontaktdaten

Saale-Holzland-Kreis
Im Schloß
07607 Eisenberg

Ansprechpartner: Christian Fischer
Telefon: 03601 802644
E-Mail: gm@lrashk.thueringen.de
Website: Landratsamt Saale-Holzland-Kreis

Was zeichnet das Energiemanagement aus?

Der Saale-Holzland-Kreis zählt zu den Vorreitern im kommunalen Energiemanagement. Als erster Landkreis bundesweit erreichte er gemeinsam mit der ThEGA die Auszeichnung nach der Qualitätsstufe Kom.EMS Premium. Diese Anerkennung ist das Ergebnis einer langjährigen und konsequenten Auseinandersetzung mit den Themen Energieeffizienz, Klimaschutz und CO₂-Minderung.

Die Grundlage für diesen Erfolg wurde früh gelegt: Bereits seit 2009 wird das Energiemanagement im Landkreis systematisch verfolgt und kontinuierlich weiterentwickelt. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die klare Strategie bei der Umsetzung von Maßnahmen. Zunächst wird über ein umfassendes Energiecontrolling Transparenz geschaffen und Einsparpotenziale identifiziert. Darauf aufbauend erfolgt die Optimierung des Gebäudebetriebs durch die Anpassung technischer Anlagen und Regelungen. Erst anschließend werden investive Maßnahmen auf Grundlage von Kosten-Nutzen-Analysen umgesetzt.

Ergänzend setzt der Landkreis auf den systematischen Austausch energieintensiver Elektrogeräte sowie die frühzeitige Berücksichtigung energetischer Anforderungen in der Bauleitplanung und bei Neubau- und Sanierungsvorhaben. So werden Energieeffizienz und Klimaschutz dauerhaft in den Planungs- und Entscheidungsprozessen verankert.

Dass dieser Ansatz erfolgreich ist, zeigt sich auch in der Organisation des Energiemanagements. Für den Gebäudebestand von 98 Liegenschaften steht ein interdisziplinäres Energieteam aus drei Mitarbeitenden zur Verfügung. Während zwei Kolleginnen die kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben übernehmen, verantwortet ein Energiemanager die technische Umsetzung und Betreuung der Maßnahmen.


Was wurde erreicht?

• Endenergieeinsparung: 989.420 kWh (6,9 %)
• CO₂-Einsparung: 669 t (16,6 %)

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Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Obertshäuser Platz 1
98617 Meiningen

Ansprechpartner: Stefan Habel
Telefon: 03693 4858130
E-Mail: s.habel@lra-sm.de
Website: Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Was zeichnet das Energiemanagement aus?

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen betreibt bereits seit dem Jahr 2018 erfolgreich ein systematisches Energiemanagement. Als flächenmäßig zweitgrößter Landkreis Thüringens stellt die Bewirtschaftung der zahlreichen kreiseigenen Liegenschaften eine besondere Herausforderung dar. Neben der hohen Anzahl der Gebäude müssen dabei auch große Entfernungen zwischen den Standorten berücksichtigt werden.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die personelle Verankerung des Energiemanagements innerhalb der Kreisverwaltung. Mittlerweile kümmern sich drei Mitarbeitende als Energiemanager ausschließlich um die Aufgaben des Energiemanagements und treiben die kontinuierliche Optimierung des kommunalen Gebäudebestands voran. Diese klare organisatorische Aufstellung ermöglicht eine intensive Betreuung der Liegenschaften sowie die konsequente Umsetzung identifizierter Maßnahmen.

Zu Beginn des Energiemanagements konzentrierte sich der Landkreis gezielt auf besonders energieintensive Gebäude. Durch die Priorisierung der größten Verbraucher konnten frühzeitig spürbare Einsparungen erzielt werden. Im Fokus standen dabei die Optimierung der Heizungsanlagen, die systematische Erfassung und Aufbereitung der Anlagendokumentation, die Überprüfung und Optimierung der Beschaffung leitungsgebundener Energieträger sowie die Sensibilisierung der Nutzerinnen und Nutzer für einen energieeffizienten Gebäudebetrieb.

Mit zunehmender Reife des Energiemanagements gewannen darüber hinaus investive Maßnahmen an Bedeutung. Beispielsweise wurde in 23 kommunalen Gebäuden die Beleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. 19 PV-Anlagen wurden installiert und acht Warmwasserbereitungsanlagen wurden dezentralisiert. Die Kombination aus organisatorischen Verbesserungen, technischen Optimierungen und gezielten Investitionen ermöglichte es, die Energieeffizienz des Gebäudebestands kontinuierlich zu steigern.

Der Erfolg dieses langfristigen Ansatzes ist messbar: Durch die Einführung und konsequente Weiterentwicklung des Energiemanagements spart der Landkreis heute jährlich rund sechs GWh Energie gegenüber dem Basisjahr ein.

Was wurde erreicht?

• Endenergieeinsparung: 3.221.340 kWh (14,61%)
• Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): 801.581 kWh/a
• CO₂-Einsparung: 434 t (10,64%)

Kontaktdaten

Landkreis Eichsfeld
Friedensplatz 8
37308 Heilbad Heiligenstadt

Ansprechpartner: Martin Westerberg
Telefon: 03606 6502317
E-Mail: martin.westerberg@kreis-eic.de
Website: Landkreis Eichsfeld

Was zeichnet das Energiemanagement aus?

Der Landkreis Eichsfeld betreibt seit 2018 ein systematisches Energiemanagement. Als eine von fünf Pilotkommunen hat der Landkreis gemeinsam mit der ThEGA frühzeitig den Aufbau eines kommunalen Energiemanagementsystems vorangetrieben. Ziel war es, nicht nur einzelne Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen, sondern dauerhaft Strukturen und Prozesse zu etablieren, die eine systematische Analyse, Steuerung und Optimierung der Energieverbräuche ermöglichen.

Im Rahmen des Aufbaus des Energiemanagements wurden insbesondere die Heizungsanlagen in den kreiseigenen Liegenschaften optimiert sowie die Erfassung und Aufbereitung der technischen Anlagendokumentation deutlich verbessert. Darüber hinaus wurden die Beschaffungsprozesse für leitungsgebundene Energieträger weiterentwickelt und die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude für einen energieeffizienten Betrieb sensibilisiert. 

Ein besonderer Fokus lag dabei auf Schulen, Sporthallen und Verwaltungsgebäuden, die den größten Anteil am kommunalen Energieverbrauch des Landkreises ausmachen. Im investivem Bereich wurde die Gebäudeautomation einiger Gebäude modernisiert. Im Zuge der laufenden Unterhaltung wurde auch konventionelle Beleuchtung durch LED ersetzt. Die Wärmeerzeugung wird schrittweise umgebaut und so alte Ölheizungen durch Pelletheizungen ersetzt, andere Bestandsgebäude werden durch Wärmepumpen-Kaskaden beheizt und in Neubauten kommen Erdwärmesonden zur Wärmeversorgung zum Einsatz. Der PV-Ausbau erfolgt im Landkreis sowohl im Zuge von Sanierungen, bei Neubauten, als auch in Einzelmaßnahmen.

Besonders hervorzuheben ist die organisatorische Weiterentwicklung, die aus dem Energiemanagementprozess hervorgegangen ist. Der Landkreis Eichsfeld hat seine Hausmeisterorganisation grundlegend neu aufgestellt. Statt der klassischen Zuordnung eines Hausmeisters zu einem einzelnen Objekt unterhält der Landkreis drei Teams mit jeweils 13 bis 15 Mitarbeitenden. Ergänzt werden diese durch spezialisierte Fachkräfteteams in den Bereichen Elektrotechnik, Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Bau- und Dienstleistungsservice sowie Bauunterhaltung. Diese Neustrukturierung hat nicht nur die Effizienz der Bewirtschaftung erhöht, sondern auch die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Energiemanagement deutlich verbessert.

Was wurde erreicht?

• Einsparung Wärme (witterungsbereinigt): 3.408.932 kWh (17,6 %)
• CO₂-Einsparung: 1.047t (19,1%)

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