Solarenergie für Thüringen
Informationen und Beratung zu Solaranlagen für Privatpersonen, Unternehmen und KommunenImmer mehr Bürger, Unternehmen und Kommunen in Thüringen nutzen Solarenergie – aktuell erzeugen ca. 138.000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 3.507,5 MW in Thüringen CO₂-neutralen Strom (Stand 08/2026).
Die Servicestelle Solarenergie der ThEGA unterstützt Sie mit unabhängiger Beratung, praxisnaher Information und dem Thüringer Solarrechner. Ob für Dächer, Freiflächen oder öffentliche Gebäude: Wir ermitteln Potenziale, Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten und zeigen Wege zur Umsetzung.
Unser Ziel ist es, den Ausbau von Photovoltaik und Solarthermie voranzubringen, regionale Wertschöpfung zu sichern und den Klimaschutz zu stärken. So profitieren Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen gleichermaßen von den Chancen der Solarenergie.
Wie wir Sie unterstützen
Aktueller Hinweis zum EEG 2027
Nach den derzeitigen Plänen des Bundes sollen sich die Rahmenbedingungen für neue Photovoltaikanlagen ab 2027 ändern. Die bisherige Einspeisevergütung könnte schrittweise durch eine Übergangsregelung und anschließend durch Direktvermarktung ersetzt werden. Damit werden ein hoher Eigenverbrauch sowie die Nutzung von Batteriespeichern, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen für die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen voraussichtlich noch wichtiger. Die Servicestelle Solarenergie informiert zu den aktuellen Entwicklungen und unterstützt bei der Bewertung von Wirtschaftlichkeit und Nutzungskonzepten.
Wussten Sie schon?
PV-Anlagen erzeugen sauberen Strom in Thüringen.
Prozent des Thüringer Stromverbrauchs werden damit gedeckt.
Drei-Personen-Haushalte könnten rechnerisch damit versorgt werden (bei Ø 3.500 kWh Stromverbrauch pro Jahr).
Quellenangabe: ThEGA, Bundesnetzagentur, TLS (Stand: August 2026)
Thüringer Solarrechner
Wie viel Sonnenenergie steckt in Ihrem Grundstück? Finden Sie es mit dem Solarrechner der ThEGA heraus! Einfach Ihre Adresse sowie einige Angaben zu Ihrer Immobilie und Ihrem Stromverbrauch eingeben und schon berechnen Sie Ihr persönliches Potenzial für Dach- und Freiflächenanlagen. Starten Sie jetzt Ihre individuelle Energiewende und lassen Sie die Sonne für sich arbeiten!
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Häufig gestellte Fragen
- Lohnt sich eine Photovoltaikanlage in Thüringen?
Ja – die Voraussetzungen dafür sind in Thüringen grundsätzlich gut. Die Sonne liefert auch hier über das Jahr genügend Energie, um mit einer Photovoltaikanlage eigenen Strom zu erzeugen und damit die Stromkosten zu senken. Bereits heute deckt Solarstrom mehr als ein Viertel der Ökostromerzeugung im Freistaat ab – zusätzlich können Fördermöglichkeiten und die Vergütung für eingespeisten Strom die Wirtschaftlichkeit verbessern.
Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage hängt jedoch zunehmend davon ab, wie viel des erzeugten Stroms selbst genutzt werden kann. Hintergrund sind geplante Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), nach denen die bisherige garantierte Einspeisevergütung für neue Anlagen schrittweise reduziert beziehungsweise durch neue Vermarktungsmodelle ersetzt werden könnte. Eigenverbrauch, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektromobilität gewinnen dadurch weiter an Bedeutung. - Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?
Photovoltaikanlagen (PV) wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um, der beispielsweise im Haushalt, für eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto genutzt werden kann. Solarthermieanlagen nutzen die Sonnenenergie dagegen zur Erzeugung von Wärme, etwa für Warmwasser oder zur Unterstützung der Heizung. Beide Technologien können je nach Gebäude und Energiebedarf sinnvoll sein und auch miteinander kombiniert werden.
- Was kostet eine PV-Anlage und wie lange dauert die Amortisation?
Für eine typische Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus können je nach Anlagengröße, Ausstattung und baulichen Voraussetzungen Kosten von etwa 8.000 bis 15.000 Euro anfallen. Wann sich die Investition rechnet, hängt unter anderem vom eigenen Stromverbrauch, dem Eigenverbrauchsanteil, der Entwicklung der Strompreise und möglichen Förderungen ab – häufig liegt die Amortisationszeit bei etwa 8 bis 12 Jahren. Eine individuelle Berechnung ist deshalb sinnvoller als eine pauschale Aussage. Zukünftig können auch die Vermarktungserlöse für eingespeisten Strom einen stärkeren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit haben. Daher sollten Wirtschaftlichkeitsberechnungen neben den Investitionskosten insbesondere den erwarteten Eigenverbrauch berücksichtigen.
- Wie finde ich heraus, ob mein Dach geeignet ist und ob sich eine PV-Anlage lohnt?
Mit dem Thüringer Solarrechner lässt sich das Potenzial einer Dachfläche schnell und unkompliziert einschätzen. Auf Grundlage von Luftbild- und weiteren Gebäudedaten zeigt er für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen, wie viel Strom oder Wärme auf einer geeigneten Dachfläche erzeugt werden könnte. So erhält man eine erste Orientierung, bevor eine detaillierte Planung durch einen Fachbetrieb erfolgt. Er zeigt für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen anhand von Luftbilddaten, wie viel Strom oder Wärme eine Dachfläche erzeugen kann.
- Ist eine PV-Anlage ohne Speicher sinnvoll und was passiert mit überschüssigem Strom?
Ja, eine Photovoltaikanlage kann auch ohne Batteriespeicher sinnvoll und wirtschaftlich sein. Der erzeugte Strom kann direkt im Haushalt genutzt werden; Strom, der gerade nicht benötigt wird, kann ins öffentliche Netz eingespeist und nach den jeweils geltenden Regelungen des EEG vergütet werden. Ein Speicher kann zusätzlich dabei helfen, mehr Solarstrom selbst zu nutzen und die eigene Unabhängigkeit vom Strombezug zu erhöhen – ob er sich lohnt, hängt jedoch von der jeweiligen Anlage und dem persönlichen Verbrauchsprofil ab.
Auch ohne Batteriespeicher kann eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich betrieben werden. Allerdings gewinnt ein hoher Eigenverbrauch künftig voraussichtlich an Bedeutung. Wer heute eine Anlage plant, sollte deshalb bereits prüfen, ob zukünftig ein Batteriespeicher, eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug integriert werden soll.
- Wie lange hält eine PV-Anlage und wie wird sie gewartet?
Photovoltaikmodule sind langlebig und können in der Regel 25 bis 30 Jahre oder länger betrieben werden; bei Wechselrichtern ist je nach Gerät und Betriebsbedingungen häufig mit einer Lebensdauer von etwa 10 bis 15 Jahren zu rechnen. Der laufende Wartungsaufwand einer PV-Anlage ist vergleichsweise gering und umfasst vor allem regelmäßige Sicht- und Funktionskontrollen. Eine Reinigung ist je nach Standort und Verschmutzungsgrad sinnvoll, aber nicht grundsätzlich in festen Abständen erforderlich.
- Welche Faktoren erhöhen die Wirtschaftlichkeit und wie können Kommunen/Unternehmen profitieren?
Steuerliche Vorteile:
- Nullsteuersatz für Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp
- Einkommensteuerbefreiung für private Betreiber kleiner Anlagen
- Investitionsabzugsbetrag und Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen
Erhöhung des Eigenverbrauchs:
- durch Nutzung eines Batteriespeichers
- Betrieb einer Wallbox für ein E-Fahrzeug – dies ist besonders effizient und klimafreundlich
- Kommunen und Unternehmen sparen Energiekosten und verbessern die Klimabilanz sowie das Image
- Was ändert sich möglicherweise bei der Einspeisevergütung ab 2027?
Der Bund plant derzeit eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Nach dem aktuellen Gesetzentwurf sollen die bisherigen Vergütungsregelungen für neu errichtete Photovoltaikanlagen schrittweise verändert werden. Für Betreiberinnen und Betreiber wird damit der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms voraussichtlich noch wichtiger. Überschüssiger Solarstrom könnte künftig stärker über die sogenannte Direktvermarktung vermarktet werden. Dabei wird der Strom nicht mehr zu einer fest garantierten Vergütung eingespeist, sondern über einen Dienstleister am Strommarkt verkauft. Die Erlöse orientieren sich dann an den aktuellen Marktpreisen und können schwanken. Da sich das Gesetzgebungsverfahren noch in der parlamentarischen Beratung befindet, können sich die Regelungen bis zum Inkrafttreten noch ändern. Die Servicestelle Solarenergie informiert über aktuelle Entwicklungen und unterstützt bei Fragen zur Wirtschaftlichkeit und Anlagenplanung.
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