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EFRE-Förderung für nachhaltige Stadtentwicklung und energetische Stadtsanierung

Energetische Stadtsanierung heißt vor allem, CO2-Emissionen in den Kommunen verringern. Das wird beispielsweise durch eine höhere Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien erreicht. In der Förderperiode 2021 bis 2027 stehen 57 Mio. Euro EFRE-Fördermittel für die Maßnahme „Energieeffizienzsteigerung in öffentlichen Gebäuden und Infrastrukturen“ und 33 Mio. Euro für die Maßnahme „Neu- und Ausbau von Fernwärmenetzen in zentralen Orten“ zur Verfügung. Von diesem Geld können alle zentralen Orte in Thüringen profitieren, die durch den Ausbau erneuerbarer Energie, durch energetische Sanierungen und eine Steigerung der Energieeffizienz ihren Energieverbrauch und ihre CO2-Emissionen senken wollen.

Jetzt mitmachen beim Wettbewerb „Nachhaltige Stadtentwicklung und energetische Stadtsanierung“

Die förderwürdigen Projekte werden über einen Wettbewerb ermittelt, den das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) am 06. April.2022 vorgestellt hat. Alle zentralen Orte in Thüringen können sich mit ihren Projektvorschlägen daran beteiligen, indem sie zwischen dem 20. Juni und 15. August 2022 ihren Beitrag über das EFRE-Portal online einreichen. Anschließend wird eine Jury unter Vorsitz des TMIL entscheiden, welche Projektvorschläge in die EFRE-Förderung aufgenommen werden.

Die Landesenergieagentur ThEGA organisiert im Auftrag des TMIL den Wettbewerb und führt die Vorprüfung durch.

Sie möchten mit einem Beitrag am Wettbewerb „Nachhaltige Stadtentwicklung und energetische Stadtsanierung“ teilnehmen? Dann finden Sie alle Informationen im folgenden Wettbewerbsaufruf. Die Formulare zum Einreichen Ihres Wettbewerbsbeitrages finden Sie weiter unten auf der Website in der Rubrik „Downloads und Infomaterial“ im Reiter „PDFs“.Gern beantworten wir Ihre Fragen zum Wettbewerb.

Ansprechpartner

Frank Roman Leipe

Projektleiter Kommunale Energiekonzepte

Thomas Wahlbuhl

Projektleiter Energieeffizienz in Kommunen

Was wird in der EFRE-Förderung „energetische Stadtsanierung“ gefördert?

In der Maßnahme „Neu- und Ausbau von Fernwärmenetzen in zentralen Orten“ (NAF) wird gefördert:

  • der Neubau und die Optimierung bestehender Wärmenetze
  • der Bau von erneuerbaren Erzeugungsanlagen für Wärme an Wärmenetzen als Teil einer Gesamtstrategie zur teilweisen und vollständigen Substituierung fossiler Brennstoffe
  • die Auskopplung von Abwärme für die Nutzung in Wärmenetzen
  • Anlagen zur optimierten Wärmenutzung aus Wärmenetzen
  • die Digitalisierung des Erzeugungs- und Verbrauchsmanagements

In der Maßnahme „Energieeffizienzsteigerung in öffentlichen Gebäuden und Infrastrukturen Kommunen“ (EGI) wird gefördert:

  • die energetische Optimierung der Gebäudehülle
  • die Erneuerung und Optimierung der Beheizung, Kühlung, Lüftung oder Beleuchtungstechnik als integraler Bestandteil von Energieeffizienzmaßnahmen
  • der Einbau intelligenter Gebäude- und Regelungstechnik
  • die Integration energieeffizienter Technologien und erneuerbarer Energien, z.B. Wärmegewinnung aus Solarthermie oder über Wärmepumpen aus Luft, Wasser oder Boden

Beispiele für geförderte Projekte in der EFRE-Periode 2014 bis 2020

Die EFRE-Förderung kommt an: Rund 67 Millionen Euro betrug die EFRE-Förderung „Nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung“ im Schwerpunkt „Effiziente Stadt“ in der Strukturfondsperiode 2014 bis 2020. Von diesem Geld profitierten 25 Thüringer Kommunen für 67 Fördervorhaben in ganz Thüringen, die durch den Ausbau erneuerbarer Energien, durch energetische Sanierungen und eine Steigerung der Energieeffizienz ihren Energieverbrauch und ihre CO2-Emissionen reduzierten. Hier einige Beispiele für bereits realisierte Vorhaben. Mehr interessante Beispiele finden Sie in unserer Broschüre "Effiziente Stadt".

Fernwärmeerweiterung Erfurt-Borntal

Durch den Ausbau der effizienten Fernwärme im Quartier können fossile Heizungen abgelöst und der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Zukünftig profitieren die Nutzer zusätzlich vom Ausbau der erneuerbaren Energien im Netz der Stadtwerke, so dass sich die CO2-Bilanz des Quartiers kontinuierlich weiter verbessern wird.


Energetische Verwertung von Grünschnitt in Nordhausen

Mit einer Biomasse-Verbrennungsanlage werden holzige Anteile aus der Grünabfallsammlung verwertet – eine vorhandene Ressource aus nachwachsenden Quellen, die bislang nicht genutzt wurde. Über ein Nahwärmenetz werden damit ein Betriebshof und benachbarte Wohnungen CO2-neutral beheizt. Die bislang dort eingesetzten dezentralen und fossilen Feuerungsanlagen werden nicht mehr gebraucht.


Schwimmhalle Ilmenau

Zur Beheizung der Schwimmhalle wird die Abwärme des Kühlaggregates der benachbarten Eishalle mit eingesetzt – CO2-neutral und kostengünstig.


Kläranlage Leinefelde

Mit einer Photovoltaik-Anlage wird der Wasser- und Abwasserzweckverband Eichsfelder Kessel zukünftig einen Teil des für die Pumpen benötigten Stromes CO2-neutral selbst produzieren. Dank eines Batteriespeichers kann eine tagsüber entstehende Mehrproduktion an Strom am Abend an die Pumpen abgegeben werden.

Facharbeitskreis: So profitieren EFRE-Kommunen gegenseitig von ihren Erfahrungen

Aktuelle Informationen zur energetischen Stadtsanierung austauschen, von den Erfahrungen anderer Kommunen lernen, gute EFRE-Projekte kennenlernen – das und mehr leistet seit 2016 der Facharbeitskreis „Effiziente Stadt“.

Der 8. Facharbeitskreis fand am 06.04.2022 statt und stellte den Wettbewerbsaufruf für die Förderperiode 2021 bis 2027 vor. Alle Infos zum Wettbewerb und den Wettbewerbsaufruf finden Sie unter Downloads/8. Facharbeitskreis.

Wollen Sie über die Termine der zukünftigen Facharbeitskreise informiert werden? Dann senden Sie bitte eine E-Mail an frank.leipe@thega.de.

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Mit unseren Angeboten helfen wir Thüringer Kommunen und Landkreisen, Energiekosten und CO2-Emissionen dauerhaft zu reduzieren – zum Beispiel durch kommunales Energiemanagement oder die Optimierung der Straßenbeleuchtung.

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Durch Transparenz beim Energieverbrauch und geringinvestive Maßnahmen können in kommunalen Liegenschaften die Energiekosten und CO2-Emissionen dauerhaft reduziert werden. Mit unseren Angeboten rund um das kommunale Energiemanagement (kEM) unterstützen wir Sie dabei.

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In kleineren und mittleren Kommunen ist die Straßenbeleuchtung oft für mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs der öffentlichen Hand verantwortlich. Wir beraten Thüringer Kommunen herstellerneutral bei der Optimierung der Straßenbeleuchtung.

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Kontakt aufnehmen

Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA)

Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt

Telefon: 0361 5603-220
E-Mail: info@thega.de

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