Kommunale Wärmeplanung

Mit Plan zur klimaneutralen Wärmeversorgung

Eine kommunale Wärmeplanung entwickelt eine langfristige Strategie für die Wärmeversorgung einer Kommune. Sie ist ein wichtiges Instrument, um die Klimaschutzziele im Wärmebereich auf lokaler Ebene umzusetzen. Die ThEGA unterstützt Kommunen beim Erstellen von Wärmeplänen.

Wichtiger Schritt zur Klimaneutralität: Kommunale Wärmeplanung

Anders als Strom kann Wärme nicht beliebig weit transportiert werden. Sie sollte möglichst dort erzeugt werden, wo sie gebraucht wird: in den Kommunen selbst.

Die kommunale Wärmeplanung ermöglicht es, die Wärmeversorgung in einem bestimmten Gebiet – unter Berücksichtigung der örtlichen Situation und Potenziale –langfristig zu planen und zielgerichtet umzusetzen. Sie ist damit ein zentrales Instrument, um die Wärmewende auf lokaler Ebene zu gestalten und einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.

Wichtige Leitfragen hierbei sind:

  • Wie hoch ist der aktuelle Wärmeenergieverbrauch?
  • Wo liegen Einsparpotenziale?
  • Welche Potenziale für erneuerbare Energien und welche Abwärmequellen gibt es?
  • Wo sind Wärme- bzw. Kälteverbünde sinnvoll?
  • Mit welchem Technologiemix sind Wärmenetze zukünftig zu betreiben und welche Kosten entstehen?

In Thüringen gibt es derzeit für Kommunen noch keine gesetzliche Pflicht, einen Wärmeplan zu erstellen. Auf dem Weg zur Klimaneutralität sollte dieser Prozess dennoch gestartet werden, um die Interessen von Klimaschutz, Stadtentwicklung und Bauleitplanung zum Wohle der Kommune zu vereinen.

Unseren Angebote und Leistungen sind:

  • Unterstützung bei der Erstellung kommunaler Wärmepläne
  • Energieatlas Thüringen bietet wertvolle Informationen zur Entwicklung von erneuerbaren Energien und deren Potenziale in den Kommunen
  • Hilfestellung beim Einbinden notwendiger Partner
  • Beratung zu Fördermitteln

Ansprechpartner

Anton Wetzel

Projektleiter Wärme- und Energiekonzepte

Thomas Wahlbuhl

Projektleiter Energieeffizienz in Kommunen

Vorteile kommunaler Wärmeplanung

  • Schaffung einer langfristigen Planungsgrundlage
  • Überblick zur aktuellen Wärmeversorgung und des energetischen Zustands des Gebäudebestands
  • Entwicklung von Transformationspfaden
  • Verringerung des Imports fossiler Energieträger und Stärkung der lokalen Wertschöpfung
  • Wichtiger Beitrag auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune

Abwärmekataster im Energieatlas Thüringen

Abwärmequellen in Thüringen finden und nutzen

Das Abwärmekataster im Energieatlas erfasst Abwärmequellen in Thüringen und macht deren räumliche Verteilung sichtbar. Thüringer Unternehmen können so auf eigene Wärmepotenziale hinweisen und diese an potenzielle Nutzer verkaufen. Das können zum Beispiel Wohnungsunternehmen, Energieversorger oder andere Gewerbebetriebe sein. Zusätzlich können die Abwärmedaten des Katasters für die energetische Entwicklung von Kommunen und Quartieren genutzt werden, um eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu planen. Das Abwärmekataster ist im Energieatlas im Bereich Wärme unter der Rubrik Potenzial zu finden.

Abwärmekataster nutzen

Förderung kommunale Wärmeplanung

Passende Förderung von Land und Bund sowie weitere Unterstützungsangebote finden

Seit November 2022 wird das Erstellen einer kommunalen Wärmeplanung über die Kommunalrichtlinie des Bundes gefördert. Bei Antragsstellung bis 31.12.2023 gilt eine erhöhte Förderquote von 90 Prozent. Bei finanzschwachen Kommunen oder Antragstellern aus Braunkohlegebieten werden sogar 100 Prozent der Kosten übernommen. In Thüringen zählt das Altenburger Land zu diesen Braunkohlegebieten. Als finanzschwach gelten Kommunen, wenn sie an einem Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm des Landes teilnehmen oder wenn ihnen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bestätigt wird. Weitere Informationen zur Förderung einer kommunalen Wärmeplanung finden Sie auf der Website der Nationalen Klimaschutzinitiative

Wussten Sie schon?

2 Bundesländer haben bislang eine Pflicht zur kommunalen Wärmeplanung eingeführt: Baden-Württemberg und Hamburg.
50 Prozent ist der Wärme-Anteil am Endenergieverbrauch in Deutschland.
15 Prozent dieser Wärme kommt bundesweit aus erneuerbaren Energien.

Stand: 2020
Quelle: ThEGA, Umweltbundesamt

Rund die Hälfte des Energieverbrauchs geht auf das Konto der Wärme. Für eine erfolgreiche Energiewende sind daher Einsparungen im Wärmesektor und das Umstellen der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien entscheidend.

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Bei vielen thermischen und mechanischen Prozessen entsteht Abwärme. Diese können Unternehmen nutzen, um Energieverbrauch und Energiekosten zu senken.

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Kontakt aufnehmen

Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA)

Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt

Telefon: 0361 5603-220
E-Mail: info@thega.de

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