Kosten sparen durch Energiemanagement

Beratung, Betreuung und Schulungen für weniger Energiekosten in Thüringer Kommunen, Hochschulen und Wohlfahrtsverbänden

Öffentliche Einrichtungen wie Rathäuser, Schulen, Sporthallen oder Pflegeheime verbrauchen oft  mehr Energie als nötig – etwa durch falsche Heizungseinstellungen oder defekte beziehungsweise veraltete Technik.

Mit einem systematischen Energiemanagement – Verbrauchsdaten erfassen, Technik überwachen, Verbesserungsmaßnahmen ableiten – lassen sich die Energiekosten um 10 bis 20 Prozent senken.

Die ThEGA-Beratung unterstützt Thüringer Kommunen, Hochschulen und Wohlfahrtsverbände dabei: Unser Online-Portal ThEMS hilft bei Aufbau und Optimierung des Energiemanagements, Schulungen und individuelle Beratungsten machen Mitarbeitende fit für die Praxis.

Ihre Vorteile: dauerhafte Kosteneinsparungen, mehr Transparenz beim Energieverbrauch, höhere Betriebssicherheit und regelmäßiger fachlicher Austausch mit anderen Energiemanagerinnen und Energiemanagern.

Wie wir Sie unterstützen

  • Aufbau und Betrieb eines Energiemanagement-Systems
  • Betriebsoptimierung von Heizungs-, Raumlufttechnische und Beleuchtungsanlagen
  • Aufbau Verbrauchsmonitoring
  • Energetische Gebäudeoptimierung
  • Schulung von Mitarbeitenden und technischem Betriebspersonal

Ihre Vorteile durch Energiemanagement

  • Dauerhafte Kosteneinsparungen
  • Reduzierung von CO₂-Emissionen
  • Schaffung einer Verbrauchstransparenz
  • Erhöhung der Betriebssicherheit
  • Bessere Entscheidungsgrundlagen für Investitionen
  • Optimierung von Betriebsabläufen und Anlagentechnik

Wussten Sie schon?

120

Energiemanagerinnen und Energiemanager wurden bereits erfolgreich von uns geschult.

45

Organisationen setzen gemeinsam mit uns erfolgreich ein kontinuierliches Energiemanagement um.

15000000

kWh Energie werden pro Jahr durch Energiemanagement in Thüringen eingespart.

Quellenangabe: Landesenergieagentur ThEGA (Stand: Mai 2026)

ThEMS - Online-Portal für kommunales Energiemanagement

Bauen Sie mit ThEMS ein wirksames Energiemanagement auf und senken Sie langfristig Energiekosten sowie CO₂-Emissionen. Die Nutzung unseres Portals ist für öffentliche und gemeinnützige Organisationen wie Kommunen, Träger der Freien Wohlfahrtspflege oder Hochschulen in Thüringen kostenfrei. Probieren Sie es aus!

Stimmen zu unserer Beratung

Das sagen unsere Kunden und Partner

Unseren erfolgreichen Start ins Energiemanagement verdanken wir der Aufklärungsarbeit der ThEGA sowie der daraus entstandenen engen Kooperation. Besonders schätze ich den fachkundigen Austausch zu Energie- und Klimaschutzthemen auf Augenhöhe.

Daniel Bocklitz, Energiemanager Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein

Ein funktionierendes Energiemanagementsystem für über hundert im Landkreis verstreute Gebäude aufzubauen, war ein gewaltiger Kraftakt. Die ThEGA hat uns vom ersten Tag an Mut gemacht, fachlich unterstützt und alle Basics beigebracht. Die persönlichen Kontakte in der Betreuung haben auch heute noch, mehr als fünf Jahre nach dem Start, Bestand und machen diese Partnerschaft im doppelten Sinn besonders nachhaltig.

Stefan Habel, Energiemanager Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Die Zusammenarbeit mit der ThEGA ist für uns an der Bauhaus-Universität Weimar ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einem wirksamen Energiemanagementsystem. Besonders schätze ich die praxisnahe Unterstützung und die verlässliche fachliche Begleitung.

Jörg Arnold, Umweltbeauftragter Bauhaus-Universität Weimar

    Veranstaltungen aus diesem Fachbereich

    Sechs Personen sitzen um einen Laptop und eine Frau zeigt mit ihrem Finger auf den Bildschirm.
    KEM 13: 6. Workshop – Raumlufttechnische Anlagen | Gebäudeautomation | Exkurs Elektromobilität

    Workshop-Reihe KEM 13 - Einführung und Verstetigung des Kommunalen Energiemanagements mit ThEMS/Kom.EMS

    Mann sitzt vor einem Laptop und bekommt von einer anderen Person den Energieatlas der Landesenergieagentur Thüringen (ThEGA) erklärt
    Kommunale Energieverbräuche im Blick – Einsparpotenziale heben

    KlimaUpdate Kommune - Praxisreihe für die Kommunale Verwaltung

    In einem hellen Raum reden drei Personen über ein fachlichen Sachverhalt, zwei Personen stehen und erklären, die dritte Person sitzt und hört zu.
    KEM 13: 7. Workshop – Photovoltaik | Innenbeleuchtung | Exkurs Außenbeleuchtung

    Workshop-Reihe KEM 13 - Einführung und Verstetigung des Kommunalen Energiemanagements mit ThEMS/Kom.EMS

    Mann liest auf Laptop und informiert sich über den Bauwegweiser der Landesenergieagentur Thüringen (ThEGA)
    Web.KEM 2/2026 Energetische Modernisierung kommunaler Gebäude

    Veranstaltungsreihe Web.KEM - Online-Talk für Energiemanagerinnen und Energiemanager

    Zwei Personen halten eine Präsenation im Rahmen des ThEGA-Forum in der Arena Erfurt, vor ca. 50 Zuhörenden.
    Netzwerktreffen Kommunaler Klimaschutz Thüringen 3/2026

    Das Netzwerktreffen adressiert die aktuellen Themen im kommunalen Klimaschutz durch Fachvorträge, Best-Practice-Beispiele und Arbeitsgruppen.

    Zielgruppe: Mitarbeitende aus dem kommunalen Klimaschutz in Thüringen

    Hinweis: Es handelt sich…

    Mann sitzt vor einem Laptop und bekommt von einer anderen Person den Energieatlas der Landesenergieagentur Thüringen (ThEGA) erklärt
    Strom aus der Region – Einsatz von Erneuerbaren Energien im Kommunalen Kontext

    KlimaUpdate Kommune - Praxisreihe für die Kommunale Verwaltung

    Hauseigentümer steht vor seinem Einfamilienhaus und zeigt auf die Dachsolaranlage.
    Feierabendtalk 04/2026 Mit Sonne sparen: So gelingt der Einstieg in Photovoltaik auf Dach und Balkon

    Veranstaltungsreihe: Der Online - Feierabendtalk für private Haushalte

    Junger Mann hält schockiert die Nebenkostenabrechnung in der Hand. Die andere Hand liegt auf einem Heizkörper.
    Feierabendtalk 05/2026 Energiesparen im Winter - mehr Geld im Portemonnaie

    Veranstaltungsreihe: Der Online - Feierabendtalk für private Haushalte

    Sechs Personen sitzen um einen Laptop und eine Frau zeigt mit ihrem Finger auf den Bildschirm.
    KEM 13: 8. Workshop – Gebäudehülle: Kälte- und Hitzeschutz | Sanierungsfahrplan

    Workshop-Reihe KEM 13 - Einführung und Verstetigung des Kommunalen Energiemanagements mit ThEMS/Kom.EMS

    Eine junge Frau ist bei einer Heizung im Heizungskeller und hält eine Abrechnung in der Hand.
    Feierabendtalk 06/2026 Heizungstausch und Sanierung - wo fange ich an?

    Veranstaltungsreihe: Der Online - Feierabendtalk für private Haushalte

    In einem hellen Raum reden drei Personen über ein fachlichen Sachverhalt, zwei Personen stehen und erklären, die dritte Person sitzt und hört zu.
    KEM 13: 9. Workshop – Energiebeschaffung | Rechnungskontrolle | Klimakommunikation und Nutzersensibilisierung

    Workshop-Reihe KEM 13 - Einführung und Verstetigung des Kommunalen Energiemanagements mit ThEMS/Kom.EMS

    Mann sitzt vor einem Laptop und bekommt von einer anderen Person den Energieatlas der Landesenergieagentur Thüringen (ThEGA) erklärt
    Kommunale Wärmeversorgung – vom Plan zur Umsetzung

    KlimaUpdate Kommune - Praxisreihe für die Kommunale Verwaltung

    Workshop-Reihe für Kommunale Energiemanager

    Seit 2012 bildet die Landesenergieagentur ThEGA Energiemanagerinnen und Energiemanager für Thüringer Kommunen aus. Rund 60 Thüringer Kommunen und Landkreise haben bereits von unserem Service profitiert und konnten so ihre Energiekosten und CO₂-Emissionen deutlich reduzieren.

    Unsere Projekte

    Best-Practice-Beispiele aus Thüringen
    • Kontaktdaten

      AWO Kreisverband Saale-Holzland e.V.
      Klosterlausnitzer Straße 19
      07607 Eisenberg

      Ansprechpartner: Markus Weber
      Telefon: 0171 9944177
      E-Mail: m.weber@awo-shk.de
      Website: AWO Kreisverband Saale-Holzland e.V.

      Was zeichnet das Energiemanagement aus?

      Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Energiemanagements bei der AWO SHK ist die personelle Aufstellung: Die Aufgaben des Energiemanagements werden von zwei Mitarbeitenden mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten gemeinsam wahrgenommen. Durch die Kombination technischer und organisatorischer Kompetenzen können die vielfältigen Anforderungen des Energiemanagements ganzheitlich und effizient bearbeitet werden. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, die Kernelemente des Energiemanagements systematisch und zielgerichtet umzusetzen. Dazu zählen insbesondere die Optimierung von Heizungsanlagen, die Erfassung und Aufbereitung der Anlagendokumentation, die Verbesserung der Beschaffungsprozesse für leitungsgebundene Energieträger sowie die Sensibilisierung der Nutzerinnen und Nutzer für einen bewussten und energieeffizienten Umgang mit Ressourcen.

      Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Erfolg leistet die enge Einbindung des Energiemanagements in die Organisationsstruktur. Durch die direkte Anbindung an die Geschäftsführung werden Entscheidungen schnell getroffen und notwendige Maßnahmen wirksam unterstützt. Gleichzeitig schafft die Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Ressourcen die Grundlage dafür, identifizierte Optimierungspotenziale konsequent umzusetzen.

      So ist die AWO SHK sowohl organisatorisch als auch technisch hervorragend aufgestellt und kann ihr Energiemanagement kontinuierlich weiterentwickeln sowie nachhaltige Energieeinsparungen erzielen.

      Was wurde erreicht?

      • Endenergieeinsparung: 372.276 kWh (15,48 %)
      • Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): ... kWh/a
      • CO₂-Einsparung: 52 t (9,26 %)

    • Kontaktdaten

      Gemeindeverwaltung Grabfeld
      Hauptstraße 28
      98631 Grabfeld

      Ansprechpartner: Christian Schmidt
      Telefon: 03694 458222
      E-Mail: c.schmidt@grabfeld.de
      Website: Gemeinde Grabfeld

      Was zeichnet das Energiemanagement aus?

      Die Gemeinde Grabfeld hat ihr Energiemanagement durch eine konsequente und kontinuierliche Bearbeitung der relevanten Themenfelder innerhalb kurzer Zeit erfolgreich bis zur Zertifizierung geführt. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Energiemanager als Quereinsteiger diese anspruchsvolle Aufgabe übernommen und sich mit großem Engagement in das Themengebiet eingearbeitet hat.

      Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die starke Unterstützung durch den Bürgermeister, der das Energiemanagement aktiv förderte und die notwendigen Rahmenbedingungen für dessen erfolgreiche Umsetzung schuf. Diese Rückendeckung ermöglichte es, Maßnahmen konsequent voranzutreiben und bestehende Einsparpotenziale systematisch zu erschließen.

      Zu den größten Erfolgen zählte die Optimierung der Heizungsanlagen in den kommunalen Liegenschaften. Durch gezielte Nutzersensibilisierung und die Anpassung der Betriebsweise können die Anlagen nun bedarfsgerecht betrieben und Energieverbräuche nachhaltig reduziert werden. Darüber hinaus bildeten die umfassende Bestandsaufnahme und Strukturierung der Anlagendokumentation eine wichtige Grundlage für weitere Verbesserungen. Auch die Analyse der Beschaffung und Nutzung leitungsgebundener Energieträger sowie die Identifikation zusätzlicher Optimierungspotenziale trugen maßgeblich zur Senkung der Energiekosten und zur Steigerung der Energieeffizienz bei.

      In dem Zusammenhang konnten auch folgende investive Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Installation von sechs PV-Anlagen und sechs Balkonkraftwerken an den Liegenschaften der Gemeinde. Weiterhin wurde die Trinkwarmwasserbereitung dezentralisiert und wo nötig auf Trinkwarmwasser-Wärmepumpen umgestellt. Ein Gebäude wird seit der Einführung des Energiemanagements auch mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt.

      Was wurde erreicht?

      • Endenergieeinsparung: 114.714 kWh (21,36 %)
      • Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): 120.000 kWh/a
      • CO₂-Einsparung: 29 t (19,14 %)

    • Kontaktdaten

      Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein gGmbH
      Humboldtstraße 14
      99423 Weimar

      Ansprechpartner: Daniel Bocklitz
      Telefon: 03643 24101302
      E-Mail: d.bocklitz@diakonie-wl.de
      Website: Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein

      Was zeichnet das Energiemanagement aus?

      Die Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein nimmt eine Vorreiterrolle in Thüringen ein: Sie ist der erste Träger der freien Wohlfahrtspflege im Freistaat, der ein zertifiziertes Energiemanagement erfolgreich aufgebaut hat und zeigt damit, dass Energiemanagement nicht nur in Kommunen einen Mehrwert darstellt. Dieses Ergebnis ist das Resultat eines praxisnahen und konsequent umgesetzten Ansatzes, bei dem die Identifikation und Realisierung von Einsparpotenzialen im Mittelpunkt stand.

      Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die klare Priorisierung von Maßnahmen mit einem besonders günstigen Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen. Der Energiemanager verfolgte dabei das Prinzip, zunächst die „einfachen“ Einsparpotenziale zu erschließen. Aus diesem Grund lag der Fokus zu Beginn auf der Optimierung der Heizungsanlagen in den Einrichtungen der Stiftung. Durch die Anpassung von Betriebszeiten, Temperaturen und Regelungsparametern konnten bereits mit geringem personellem und finanziellem Aufwand erhebliche Energieeinsparungen erzielt werden.

      Ergänzt wurde dieser Ansatz durch die systematische Umsetzung weiterer Kernelemente des Energiemanagements. Dazu gehörten die Sensibilisierung von Mitarbeitenden für einen bewussten Umgang mit Energie, die Erfassung und Strukturierung der vorhandenen Anlagendokumentation sowie die Überprüfung von Optimierungsmöglichkeiten bei der Beschaffung leitungsgebundener Energieträger. Dadurch wurden Transparenz geschaffen, Prozesse verbessert und zusätzliche Einsparpotenziale identifiziert. 

      Doch auch investive Maßnahmen spielen bei der Diakonie im Energiemanagement eine bedeutende Rolle. Aktuell betreibt die Stiftung sieben PV-Anlagen mit insgesamt 625 kWp Leistung und 500 kWh Speicherkapazität. Die Beleuchtung ist fast flächendeckend auf LED umgestellt. Im Rahmen des Energiemanagements erfolgten bereits zwei komplette energetische Sanierungen und vier energetische Teilsanierungen von Bestandsgebäuden.  Außerdem investiert die Stiftung aktuell mit großem Fokus auf E-Mobilität. In 2026 wird an fünf Standorten eine Ladeinfrastruktur aufgebaut.

      Was wurde erreicht?

      • Endenergieeinsparung: 1.434.065 kWh (8,54 %)
      • Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): 419.168 kWh/a 

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    • Kontaktdaten

      Landkreis Schmalkalden-Meiningen
      Obertshäuser Platz 1
      98617 Meiningen

      Ansprechpartner: Stefan Habel
      Telefon: 03693 4858130
      E-Mail: s.habel@lra-sm.de
      Website: Landkreis Schmalkalden-Meiningen

      Was zeichnet das Energiemanagement aus?

      Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen betreibt bereits seit dem Jahr 2018 erfolgreich ein systematisches Energiemanagement. Als flächenmäßig zweitgrößter Landkreis Thüringens stellt die Bewirtschaftung der zahlreichen kreiseigenen Liegenschaften eine besondere Herausforderung dar. Neben der hohen Anzahl der Gebäude müssen dabei auch große Entfernungen zwischen den Standorten berücksichtigt werden.

      Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die personelle Verankerung des Energiemanagements innerhalb der Kreisverwaltung. Mittlerweile kümmern sich drei Mitarbeitende als Energiemanager ausschließlich um die Aufgaben des Energiemanagements und treiben die kontinuierliche Optimierung des kommunalen Gebäudebestands voran. Diese klare organisatorische Aufstellung ermöglicht eine intensive Betreuung der Liegenschaften sowie die konsequente Umsetzung identifizierter Maßnahmen.

      Zu Beginn des Energiemanagements konzentrierte sich der Landkreis gezielt auf besonders energieintensive Gebäude. Durch die Priorisierung der größten Verbraucher konnten frühzeitig spürbare Einsparungen erzielt werden. Im Fokus standen dabei die Optimierung der Heizungsanlagen, die systematische Erfassung und Aufbereitung der Anlagendokumentation, die Überprüfung und Optimierung der Beschaffung leitungsgebundener Energieträger sowie die Sensibilisierung der Nutzerinnen und Nutzer für einen energieeffizienten Gebäudebetrieb.

      Mit zunehmender Reife des Energiemanagements gewannen darüber hinaus investive Maßnahmen an Bedeutung. Beispielsweise wurde in 23 kommunalen Gebäuden die Beleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. 19 PV-Anlagen wurden installiert und acht Warmwasserbereitungsanlagen wurden dezentralisiert. Die Kombination aus organisatorischen Verbesserungen, technischen Optimierungen und gezielten Investitionen ermöglichte es, die Energieeffizienz des Gebäudebestands kontinuierlich zu steigern.

      Der Erfolg dieses langfristigen Ansatzes ist messbar: Durch die Einführung und konsequente Weiterentwicklung des Energiemanagements spart der Landkreis heute jährlich rund sechs GWh Energie gegenüber dem Basisjahr ein.

      Was wurde erreicht?

      • Endenergieeinsparung: 3.221.340 kWh (14,61%)
      • Eigenstromerzeugung (PV, BHKW): 801.581 kWh/a
      • CO₂-Einsparung: 434 t (10,64%)

    • Kontaktdaten

      Landkreis Eichsfeld
      Friedensplatz 8
      37308 Heilbad Heiligenstadt

      Ansprechpartner: Martin Westerberg
      Telefon: 03606 6502317
      E-Mail: martin.westerberg@kreis-eic.de
      Website: Landkreis Eichsfeld

      Was zeichnet das Energiemanagement aus?

      Der Landkreis Eichsfeld betreibt seit 2018 ein systematisches Energiemanagement. Als eine von fünf Pilotkommunen hat der Landkreis gemeinsam mit der ThEGA frühzeitig den Aufbau eines kommunalen Energiemanagementsystems vorangetrieben. Ziel war es, nicht nur einzelne Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen, sondern dauerhaft Strukturen und Prozesse zu etablieren, die eine systematische Analyse, Steuerung und Optimierung der Energieverbräuche ermöglichen.

      Im Rahmen des Aufbaus des Energiemanagements wurden insbesondere die Heizungsanlagen in den kreiseigenen Liegenschaften optimiert sowie die Erfassung und Aufbereitung der technischen Anlagendokumentation deutlich verbessert. Darüber hinaus wurden die Beschaffungsprozesse für leitungsgebundene Energieträger weiterentwickelt und die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude für einen energieeffizienten Betrieb sensibilisiert. 

      Ein besonderer Fokus lag dabei auf Schulen, Sporthallen und Verwaltungsgebäuden, die den größten Anteil am kommunalen Energieverbrauch des Landkreises ausmachen. Im investivem Bereich wurde die Gebäudeautomation einiger Gebäude modernisiert. Im Zuge der laufenden Unterhaltung wurde auch konventionelle Beleuchtung durch LED ersetzt. Die Wärmeerzeugung wird schrittweise umgebaut und so alte Ölheizungen durch Pelletheizungen ersetzt, andere Bestandsgebäude werden durch Wärmepumpen-Kaskaden beheizt und in Neubauten kommen Erdwärmesonden zur Wärmeversorgung zum Einsatz. Der PV-Ausbau erfolgt im Landkreis sowohl im Zuge von Sanierungen, bei Neubauten, als auch in Einzelmaßnahmen.

      Besonders hervorzuheben ist die organisatorische Weiterentwicklung, die aus dem Energiemanagementprozess hervorgegangen ist. Der Landkreis Eichsfeld hat seine Hausmeisterorganisation grundlegend neu aufgestellt. Statt der klassischen Zuordnung eines Hausmeisters zu einem einzelnen Objekt unterhält der Landkreis drei Teams mit jeweils 13 bis 15 Mitarbeitenden. Ergänzt werden diese durch spezialisierte Fachkräfteteams in den Bereichen Elektrotechnik, Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Bau- und Dienstleistungsservice sowie Bauunterhaltung. Diese Neustrukturierung hat nicht nur die Effizienz der Bewirtschaftung erhöht, sondern auch die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Energiemanagement deutlich verbessert.

      Was wurde erreicht?

      • Einsparung Wärme (witterungsbereinigt): 3.408.932 kWh (17,6 %)
      • CO₂-Einsparung: 1.047t (19,1%)

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    • Kontaktdaten

      Saale-Holzland-Kreis
      Im Schloß
      07607 Eisenberg

      Ansprechpartner: Christian Fischer
      Telefon: 03601 802644
      E-Mail: gm@lrashk.thueringen.de
      Website: Landratsamt Saale-Holzland-Kreis

      Was zeichnet das Energiemanagement aus?

      Der Saale-Holzland-Kreis zählt zu den Vorreitern im kommunalen Energiemanagement. Als erster Landkreis bundesweit erreichte er gemeinsam mit der ThEGA die Auszeichnung nach der Qualitätsstufe Kom.EMS Premium. Diese Anerkennung ist das Ergebnis einer langjährigen und konsequenten Auseinandersetzung mit den Themen Energieeffizienz, Klimaschutz und CO₂-Minderung.

      Die Grundlage für diesen Erfolg wurde früh gelegt: Bereits seit 2009 wird das Energiemanagement im Landkreis systematisch verfolgt und kontinuierlich weiterentwickelt. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die klare Strategie bei der Umsetzung von Maßnahmen. Zunächst wird über ein umfassendes Energiecontrolling Transparenz geschaffen und Einsparpotenziale identifiziert. Darauf aufbauend erfolgt die Optimierung des Gebäudebetriebs durch die Anpassung technischer Anlagen und Regelungen. Erst anschließend werden investive Maßnahmen auf Grundlage von Kosten-Nutzen-Analysen umgesetzt.

      Ergänzend setzt der Landkreis auf den systematischen Austausch energieintensiver Elektrogeräte sowie die frühzeitige Berücksichtigung energetischer Anforderungen in der Bauleitplanung und bei Neubau- und Sanierungsvorhaben. So werden Energieeffizienz und Klimaschutz dauerhaft in den Planungs- und Entscheidungsprozessen verankert.

      Dass dieser Ansatz erfolgreich ist, zeigt sich auch in der Organisation des Energiemanagements. Für den Gebäudebestand von 98 Liegenschaften steht ein interdisziplinäres Energieteam aus drei Mitarbeitenden zur Verfügung. Während zwei Kolleginnen die kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben übernehmen, verantwortet ein Energiemanager die technische Umsetzung und Betreuung der Maßnahmen.


      Was wurde erreicht?

      • Endenergieeinsparung: 989.420 kWh (6,9 %)
      • CO₂-Einsparung: 669 t (16,6 %)

    Weitere Themen für Sie

    Häufig gestellte Fragen

    • Was ist Energiemanagement? 

      Energiemanagement bezeichnet die Planung, Steuerung und Optimierung des Energieeinsatzes der eigenen Verbrauchsstellen einer Organisation. In Kommunen wären das zum Beispiel die selbst genutzten Gebäude wie Schulen, Rathäuser oder Kitas, die Straßenbeleuchtung und der kommunale Fuhrpark.

      Ziel ist des Energiemanagements ist es, Energie effizienter zu nutzen, Kosten zu senken und gleichzeitig Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen.

      Energiemanagement betrifft alle organisatorischen und technischen Prozesse, die sich auf die energiebezogene Leistung der Organisation auswirken.

      Wichtige Handlungsfelder des Energiemanagements sind:

      Datenerfassung und Monitoring
      • Erfassung von Energieverbräuchen (Strom, Wärme, Wasser etc.)
      • Aufbau Verbrauchsmonitoring und Berichtswesen

      Analyse und Bewertung
      • Identifikation von Einsparpotenzialen
      • Vergleich mit Benchmarks und Zielwerten

      Maßnahmenplanung und Umsetzung
      • Technisch (z.B. Optimierung der Heizungsanlagen)
      • Organisatorisch (z.B. Schulung des Betriebspersonals)

      Kontrolle und kontinuierliche Verbesserung
      • Regelmäßige Audits
      • Anpassung der Ziele und Prozesse

    • Was ist ein Energiemanagement-System?

      Ein Energiemanagement-System (EnMS) bietet einen organisatorischen und technischen Rahmen, in dem eine Organisation ihre Energieverbräuche systematisch erfasst, bewertet, steuert und kontinuierlich verbessert. Es schafft klare Strukturen, Verantwortlichkeiten und Prozesse, um Energie effizienter zu nutzen, Kosten zu senken und Klimaschutzziele zu erreichen.

      Ein EnMS sichert damit langfristig die Qualität und Effizienz des Energiemanagements ab.

      Das maßgebliche Regelwerk hierfür ist die ISO 50001.

      Wesentliche Bestandteile eines Energiemanagement-Systems:

      Energiepolitik
      • Leitlinie der Organisation: Ziele, Verpflichtungen zur Verbesserung, Einbindung der Führungsebene

      Energetische Planung
      • Ermittlung von Energieflüssen
      • Festlegung der signifikanten Energieeinsätze (SEUs)
      • Analyse von Effizienzpotenzialen
      • Festlegung von Zielwerten und Kennzahlen (EnPIs)

      Umsetzung & Betrieb
      • Einführung technischer und organisatorischer Maßnahmen
      • Schulung von Mitarbeitenden
      • Dokumentation von Prozessen
      • Überwachung der Energieleistung

      Überwachung & Messung
      • Laufendes Energie-Controlling
      • Messkonzepte
      • Reporting
      • Abweichungsanalysen

      Managementbewertung
      • Regelmäßige Bewertung durch die Leitungsebene, um sicherzustellen, dass das System wirksam bleibt und sich weiterentwickelt.

      Kontinuierliche Verbesserung (PDCA-Zyklus)
      • Ein EnMS folgt dem bekannten Plan–Do–Check–Act (Planen-Durchführen-Überprüfen-Verbessern) - Prinzip.

    • Wie unterstützt die ThEGA beim Aufbau eines Energiemanagement-Systems?

      Unser Einführungspaket unterstützt Sie dabei, Ihr Energiemanagement systematisch aufzubauen und direkt in die Umsetzung zu kommen. Dabei profitieren Sie von drei zentralen Bausteinen, die perfekt ineinandergreifen:

      1. ThEMS – Die digitale Anwendung für Ihr Energiemanagement
      Ihr zentrales Werkzeug für ein strukturiertes und normgerechtes Energiemanagement:
      • basierend auf ISO 50.001
      • mit klaren, aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten
      • umfangreichen Arbeitshilfen
      • einem integrierten Lernportal zur fachlichen Vertiefung
      • einem KI-gestützten Chatbot zur einfachen Orientierung
      So gelingt der Einstieg effizient und praxisorientiert.

      2. Initialberatung – persönlicher Einstieg mit Expertenunterstützung
      Unsere Fachberater/innen begleiten Sie individuell beim Aufbau Ihres Energiemanagements:
      • Einführung in das Energiemanagement und in die Anwendung von ThEMS
      • gemeinsame Priorisierung erster Schritte
      • praxisnahe Empfehlungen, die direkt in Ihrer Organisation umsetzbar sind
      Für einen schnellen, gut strukturierten Start.

      3. Zehnteiliges Workshop-Programm – Wissen aufbauen, vertiefen und anwenden
      In unserer Workshopreihe erhalten Sie fundiertes Know-how zu allen relevanten Themen:
      • Organisation und Kommunikation des Energiemanagements
      • Aufbau eines Verbrauchsmonitorings und Energieberichtswesens
      • Grundlagen der Energiebeschaffung
      • energetische Optimierung von Gebäudetechnik und Gebäudehülle
      Schritt für Schritt erweitern Sie Ihr Fachwissen und können das Gelernte direkt in Ihrem Arbeitsalltag anwenden.

      Vernetzung – Erfahrungen teilen, Impulse erhalten
      Einmal pro Quartal bieten wir eine Veranstaltung mit:
      • aktuellen Fachinformationen von ausgewählten Fachreferenten
      • Erfahrungsberichten von Thüringer Energiemanager/innen
      • und Raum für den Austausch mit anderen Anwender/innen
       

    • Wie läuft eine Beratung zum Energiemanagement ab?

      Unsere Fachberaterinnen und Fachberater begleiten Sie individuell beim Aufbau Ihres Energiemanagements. Zu Beginn erhalten Sie eine Einführung in die Grundlagen des Energiemanagements und in die Anwendung von ThEMS. Anschließend priorisieren wir gemeinsam die ersten Schritte und entwickeln praxisnahe Empfehlungen, die Sie direkt in Ihrer Organisation umsetzen können. So gelingt Ihnen ein schneller und gut strukturierter Einstieg.
       

    • Wann lohnt sich ein Energiemanagementsystem?

      Ein Energiemanagementsystem lohnt sich für alle Organisation, welche das Thema Energieeffizienz systematisch angehen wollen, oder erhebliche Energiemengen verbrauchen und die Energiekosten einen großen Anteil an den Gesamtausgaben einer Organisation haben. 
       

    • Welche Vorteile bringt ein Energiemanagement für Kommunen?

      Ein gutes Energiemanagementsystem bringt immer organisatorische, ökonomische und ökologische Vorteile mit sich. Organisationen, welche sich vor der Einführung eines systematischen Energiemanagements noch nicht mit dem Thema Energie auseinandergesetzt haben können mit Kosteneinsparungen von ca. 10-20 Prozent rechnen.
       

    • Welche Daten braucht man für ein funktionierendes Energiemanagement?

      Essenziell für ein funktionierendes Energiemanagement ist eine vollständige Gebäudeliste, mit allen gebäudebezogenen Energie (Strom & Wärme) und Wasserverbräuchen für das selbst gesteckte Basisjahr. Nur so lässt sich priorisieren, wo angefangen werden soll und überprüfen, bzw. nachweisen, dass das Energiemanagement erfolgreich betrieben wird.
       

    • Welche Förderprogramme gibt es für das Energiemanagement?

      Der Förderschwerpunkt für die "Implementierung und Erweiterung eines Energiemanagements" in der Kommunalrichtlinie wurde gestrichen, da er Überschneidungen mit dem EnEfG aufwies. Daher ist eine Förderung hier nicht mehr möglich.
      Auch in Thüringen gibt es aktuell keine Förderprogramme seitens der TAB.

    Weiteres Infomaterial

    Ihre Ansprechpersonen

    Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gern.

    Frank Kuhlmey Bereichsleiter

    Schwerpunkte

    Christian Wustrau Projektleiter

    Schwerpunkte

    Jonas Distel Projektleiter

    Schwerpunkte

    Götz Winguth Projektleiter

    Schwerpunkte