Kommunale Wärmeplanung
Mit Plan und Konzept zur klimaneutralen WärmeversorgungMit dem Planungsinstrument der kommunalen Wärmeplanung (kWP) entwickeln Städte und Gemeinden eine langfristige Strategie für eine zukunftssichere Wärmeversorgung. Bis 30. Juni 2028 ist das Erstellen einer solchen Wärmeplanung für alle Thüringer Kommunen verpflichtend, für Erfurt und Jena bereits bis 30. Juni 2026.
In der kWP wird zunächst ermittelt, wie die Wärmeversorgung aktuell erfolgt. Außerdem wird für die jeweiligen Quartiere untersucht, ob diese für eine künftige Wärmeversorgung mit einem Wärmenetz, dezentraler Beheizung oder für den Einsatz von Biomethan bzw. Wasserstoff technisch und wirtschaftlich geeignet sind. Zusätzlich wird geschaut, welche lokal verfügbaren erneuerbaren Energien und Abwärmepotenziale zum Einsatz kommen können. Zudem werden Eignungsgebiete für die Versorgungsvarianten benannt und Ausbauszenarien bis 2045 entwickelt.
Mit der kWP erstellen Kommunen einen realistischen Transformationspfad für eine klimaneutrale und zukunftssichere Wärmeversorgung und schaffen Planungssicherhheit für Bürger, Behörden und Gewerbe. Die ThEGA unterstützt dabei umfassend – von der ersten Analyse über die Fördermittelberatung bis zur Ausschreibung.
Wie wir Sie unterstützen
Wussten Sie schon?
Thüringer Kommunen müssen eine kommunale Wärmeplanung erstellen.
der Wärme kommen aktuell bundesweit aus erneuerbaren Energien.
Thüringer Kommunen haben bislang ihre Wärmebedarfsdaten von der ThEGA erhalten.
Quellenangabe: ThEGA, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Umweltbundesamt (Stand: Dezember 2025)
Thüringer Wärmekataster
Daten für die kommunale Wärmeplanung erhalten
Schritt 2: Formular per E-Mail an ThEGA senden
Mit dem Thüringer Wärmekataster unterstützt die ThEGA im Auftrag des Thüringer Energieministeriums Kommunen und deren Planungsbüros bei der Datenrecherche für die kommunale Wärmeplanung. Das Wärmekataster liefert Daten zum Wärmebedarf aller beheizten Gebäude in Thüringen.
Die bereitgestellten Informationen umfassen Basisdaten zu Gebäudehöhe, -größe und -nutzung sowie Angaben zu Baualtersklassen und Heizungsarten. Ergänzend werden modellierte Wärmebedarfe auf Einzelgebäudeebene inklusive künftiger Sanierungspotenziale bereitgestellt. Die Daten sind für die Nutzung in Geoinformationssystemen (GIS) aufbereitet.
Um die Daten zu erhalten, füllen Sie als planungsverantwortliche Kommune bitte das unten stehende PDF-Formular aus und senden es per E-Mail an die ThEGA. Anschließend erhalten Sie einen Download-Link zu den gewünschten Datensätzen.
Unsere Projekte
Best-Practice-Beispiele aus ThüringenVeranstaltungen aus diesem Fachbereich
Weitere Themen für Sie
Häufig gestellte Fragen
- Was beinhaltet eine kommunale Wärmeplanung?
Die kommunale Wärmeplanung beinhaltet eine Analyse zum Stand der Wärmeversorgung in Stadtgebieten und Ortsteilen. Sie ermittelt den aktuellen und künftigen Wärmebedarf und berechnet das lokale Potenzial erneuerbarer Energien wie Geothermie, Gewässerthermie oder Abwärme. Zielszenarien für eine klimaneutrale Wärmeversorgung werden entwickelt und eine Strategie zur Umsetzung vorgeschlagen. Ziel ist es, den Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme wie Wärmenetze oder effiziente Einzelheizungen zu ermöglichen und eine frühzeitige Entscheidungshilfe für Bürgerinnen und Bürger, Behörden und Gewerbe zu schaffen.
- Ist die kommunale Wärmeplanung Pflicht und wer muss sie erstellen?
Die kommunale Wärmeplanung ist für Städte und Gemeinden verpflichtend. Große Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern mussten ihren Wärmeplan bis 30. Juni 2026 erstellen. Das sind in Thüringen Erfurt und Jena. Kleinere Städte mit bis zu 100.000 Einwohnern haben bis 30. Juni 2028 Zeit. Sehr kleine Gemeinden können vereinfachte Verfahren oder gemeinsame Planungen nutzen. In der Regel wird der Wärmeplan von der Stadt- oder Gemeindeverwaltung erstellt, häufig unterstützt durch Fachstellen, Energieversorger oder externe Planungsbüros.
- Welche Schritte umfasst der Prozess der kommunalen Wärmeplanung?
Der Prozess der kommunalen Wärmeplanung umfasst im Wesentlichen vier Kernphasen:
1. Bestandsanalyse des aktuellen Versorgungsstandes,
2. Potenzialanalyse von erneuerbare Wärmeenergien und Abwärme,
3. Darstellung von Eignungsgebieten für eine netzgebundene Wärmeversorgung und Entwicklung von Zielszenarien für eine klimaneutrale Versorgung,
4. Umsetzungsstrategie mit konkreten Maßnahmen und einem Fahrplan zur Realisierung der Wärmeplanung. - Was passiert, wenn die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen ist?
Nach der kommunalen Wärmeplanung legt die Stadt fest, welche Schritte zur zukünftigen Wärmeversorgung umgesetzt werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel der Ausbau von Wärmenetzen, die Nutzung erneuerbarer Wärmequellen, Sanierungsmaßnahmen zur Senkung des Wärmebedarfs von Gebäuden oder Effizienzmaßnahmen in gewerblichen Prozessen. Die Leitplanung dient anschließend als Grundlage für Entscheidungen der Verwaltung und gibt Bürgern und Energieversorgern Orientierung für die nächsten Jahre.
- Wie oft muss der Wärmeplan aktualisiert werden?
Der kommunale Wärmeplan muss nach § 25 WPG alle fünf Jahre aktualisiert werden, bis die Wärmeversorgung einer Kommune vollständig klimaneutral ist.
- Welche Förderprogramme unterstützen Kommunen beim Erstellen und Umsetzen der Wärmeplanung?
Mit dem Übertragen der gesetzlichen Pflichtaufgabe der Wärmeplanung auf die Gemeinden haben diese einen Erstattungsanspruch gegenüber dem Land. Das ist in der Thüringer Wärmeplanungskostenerstattungsverordnung (ThürWPKEVO) geregelt. Die Höhe ist abhängig von der Größe der Gemeinde und deren Einwohnerzahl. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website des Thüringer Umweltministeriums.
- Kostet die Beratung der ThEGA zur kommunalen Wärmeplanung etwas?
Nein. Die Beratung der ThEGA ist für Thüringer Kommunen kostenfrei. Sie wird durch den Freistaat Thüringen finanziert und umfasst unter anderem die Bereitstellung von Daten, Unterstützung bei Ausschreibungen, Förderinformationen sowie fachliche Begleitung während des gesamten Planungsprozesses. Kommunen erhalten damit unabhängige und praxisnahe Unterstützung ohne zusätzliche Beratungskosten.
Weiteres Infomaterial
-
Wärmeplanung in Thüringen
Strategien für klimafreundliche Wärme vor OrtKommunale Wärmeplanung beim BMWSB
Für eine deutschlandweit zukunftsfeste und bezahlbare WärmeversorgungKompetenzzentrum Kommunale Wärmewende
Das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) der dena arbeitet seit April 2022 in Halle (Saale) im Auftrag des BMWE. Es unterstützt Kommunen mit verlässlichen Informationen, Praxiswissen und Materialien zur kommunalen Wärmeplanung.Thüringer Gesetz zur landesrechtlichen Umsetzung des Wärmeplanungsgesetzes (ThuerWPGAG)
Das vom Thüringer Landtag beschlossene Gesetz zum Nachlesen
Ihre Ansprechpersonen
Sie haben Fragen? Wir unterstützen gern.




































