Kommunaler Klimaschutz
Klimaschutz umsetzen, Fördermittel nutzen und voneinander lernenKommunaler Klimaschutz ist Chance und Herausforderung: Er hilft Kommunen einerseits, die Energiekosten zu senken, die Lebensqualität zu verbessern und die Region zukunftsfähig zu gestalten.
Zugleich sind die Energiewende und Klimaschutzmaßnahmen häufig komplex und erklärungsbedürftig, es muss viel Geld investiert und die Bürgerinnen und Bürger wollen informiert und mitgenommen werden.
Die kostenfreie ThEGA-Beratung unterstützt Thüringer Kommunen dabei, die Chancen des Klimaschutzes zu nutzen und die Herausforderungen zu meistern.
Neben Veranstaltungen und dem Netzwerk der Klimaschutzmanager Thüringen (NKKT) unterstützt die ThEGA Thüringer Kommunen vor allem mit:
- der Initialberatung Klimaschutz,
- und unserer Beratung zu Fördermitteln.
Kommen Sie auf uns zu! Wir unterstützen Sie gern.
Wie wir Sie unterstützen
Wussten Sie schon?
Kommunen und Landkreise setzen in Thüringen bereits auf ein Klimaschutzkonzept.
Thüringer Kommunen und Landkreise verfügen bereits über ein Klimaschutzmanagement.
Euro Fördermittel aus dem Klimapakt unterstützen Thüringer Kommunen in 2025 beim Klimaschutz.
Quellenangabe: ThEGA, Stand: 10/2025
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Häufig gestellte Fragen
- Was können Kommunen für den Klimaschutz tun?
Kommunen können den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen ihrer eigenen Verbrauchsstellen senken, wodurch sie gleichzeitig zum Vorbild für ihre Bürger sowie Unternehmen werden. Kommunen können als Planer und Regulierer zum Klimaschutz beitragen, z.B. durch die kommunale Wärmeplanung. Kommunen können selbst als Energieversorger wirken und Erneuerbare Energien erzeugen. Nicht zuletzt können Kommunen die öffentliche Diskussion mit Bürgern und Unternehmen führen, um alle Akteure beim Klimaschutz mitzunehmen.
- Ist Klimaschutz eine kommunale Pflichtaufgabe?
Das Wort “Klimaschutz” wurde bislang nicht in den Katalog der kommunalen Pflichtaufgaben aufgenommen. Zu den kommunalen Pflichtaufgaben gehört die Daseinsfürsorge. Sie umfasst die zur Grundversorgung der Bevölkerung notwendigen Leistungen wie z. B. die Energieversorgung oder der Hochwasserschutz. Viele Bereiche der Daseinsvorsorge sind heute mit dem Klimaschutz verknüpft, sodass man den Klimaschutz zur kommunalen Pflichtaufgabe der Daseinsvorsorge zählen kann, auch wenn er heute noch nicht namentlich als Teil der kommunalen Pflichtaufgaben benannt ist.
- Was ist ein kommunales Klimaschutzkonzept?
Ein kommunales Klimaschutzkonzept zeigt den Weg einer Kommune zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen auf. Wesentliche Bestandteile eines Klimaschutzkonzeptes sind eine Bestandsaufnahme mit Treibhausgasbilanz, eine Potenzialanalyse, die Festlegung von Klimazielen sowie ein Maßnahmenkatalog. Für die Erstellung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes können Fördermittel der Kommunalrichtlinie in Anspruch genommen werden. In diesem Fall wird der Aufbau des Klimaschutzkonzeptes über die Förderbestimmungen näher definiert.
- Welche Förderprogramme gibt es für kommunalen Klimaschutz?
Der Freistaat Thüringen stellt den Kommunen jährlich sogenannte “Klimapakt-Mittel” als Schlüsselzuweisung zur Verfügung, die von der Kommune zweckgebunden für Klimaschutz und Klimaanpassung verwendet werden können. Ein Antrag ist nicht erforderlich.
Der Bund fördert kommunalen Klimaschutz insbesondere über die Kommunalrichtlinie und über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
Für nähere Informationen nutzen Sie bitte unser Beratungsangebot. - Wie startet eine Kommune mit Klimaschutz – was sind die ersten Schritte?
Der Einstieg in den kommunalen Klimaschutz beginnt in der Regel mit einem politischen Grundsatzbeschluss und der Festlegung klarer Zuständigkeiten in Verwaltung und Politik. Anschließend wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt, bei der Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen der Kommune systematisch erfasst werden. Darauf aufbauend wird häufig ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt, das Ziele, Handlungsfelder und priorisierte Maßnahmen definiert. Parallel werden Fördermöglichkeiten geprüft, da viele Schritte durch Bundes- oder Landesprogramme unterstützt werden. Wichtig ist zudem, relevante Akteure wie kommunale Einrichtungen, Stadtwerke oder lokale Unternehmen frühzeitig einzubinden. Für den strukturierten Einstieg bietet die ThEGA Kommunen eine Initialberatung an, in der Vorgehen, Förderoptionen und nächste Schritte individuell erläutert werden.
- Welche Aufgaben hat ein Klimaschutzmanagement in der Kommune konkret?
Das kommunale Klimaschutzmanagement ist für die operative Umsetzung der Klimaschutzziele zuständig. Konkret gehören dazu die Erhebung und Auswertung von Energie- und Emissionsdaten kommunaler Liegenschaften, die Planung und Priorisierung von Maßnahmen (z. B. energetische Sanierungen, Photovoltaik, Umstellung der Beleuchtung) sowie die Projektsteuerung bis zur Umsetzung. Ein zentraler Aufgabenbereich ist die Identifikation, Beantragung und Abwicklung von Fördermitteln. Darüber hinaus koordiniert das Klimaschutzmanagement Abstimmungen zwischen Fachämtern, politischen Gremien, kommunalen Betrieben und externen Dienstleistern. Ergänzend übernimmt es Monitoring und Berichterstattung gegenüber Politik, Verwaltungsspitze und Fördermittelgebern.
- Wie können kleine Kommunen mit begrenzten Ressourcen Klimaschutz umsetzen?
Klimaschutz in der Kommune ist zu einem erheblichen Teil mit der Reduzierung des Energieverbrauchs, der Erhöhung der Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien und der Senkung der Treibhausgasemissionen verbunden. Auch kleine Kommunen können hier wirksam ansetzen, ohne hohe Anfangsinvestitionen tätigen zu müssen. Häufig lassen sich bereits durch geringinvestive Maßnahmen, etwa die Optimierung des Gebäudebetriebs, die Anpassung von Heizzeiten oder Verbesserungen in der Regelungstechnik, messbare Einsparungen erzielen. Förderprogramme von Bund und Land unterstützen sowohl Personal- als auch Sachkosten und erleichtern den Einstieg. Durch interkommunale Zusammenarbeit können Aufgaben wie Klimaschutzmanagement, kommunale Wärmeplanung oder Beschaffung gemeinsam organisiert werden. Ergänzend unterstützen externe Beratungsangebote bei der Priorisierung und Umsetzung der ersten Schritte.
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