Wärmenetze in Thüringen
Nachhaltige Wärmeversorgung durch Nah- und FernwärmeDie Wärmeerzeugung ist der größte Posten in der CO2-Bilanz deutscher Haushalte. Wärmenetze – also das Beheizen über Fern- und Nahwärme – ermöglichen eine ökologische Versorgung mit Wärme. Sie nutzen Wärme aus der Kraft-Wärme-Kopplung, aus erneuerbaren Energien, aus Power to-Heat-Anlagen und industrieller Abwärme.
Damit sind Wärmenetzte ein wichtiger Bestandteil der Energie- und Wärmewende. Viele Städte in Thüringen verfügen bereits über Wärmenetze. Ziel ist es, diese Netze bis 2045 weitestgehend klimaneutral zu betreiben. Hierfür sind langfristige Transformationspläne notwendig.
Zusätzlich sind einige Städte und Gemeinden für den Neubau von Wärmenetzen geeignet. Die ThEGA unterstützt Kommunen bei der Konzeptionierung und der Vorplanung neuer Wärmenetze und beim Optimieren bestehender Netze.
Wie wir Sie unterstützen
Wussten Sie schon?
Kilometer Wärmeleitungen sind in Thüringen verlegt.
Nah- und Fernwärmenetze gibt es in Thüringen.
GWh Wärme wurden 2023 in Thüringen für die Nah- und Fernwärmeversorgung erzeugt.
Quellenangabe: Thüringer Landesamt für Statistik (Stand: 2025)
Thüringer Wärmekataster
Daten für die kommunale Wärmeplanung erhalten
Schritt 2: Formular per E-Mail an ThEGA senden
Mit dem Thüringer Wärmekataster unterstützt die ThEGA im Auftrag des Thüringer Energieministeriums Kommunen und deren Planungsbüros bei der Datenrecherche für die kommunale Wärmeplanung. Das Wärmekataster liefert Daten zum Wärmebedarf aller beheizten Gebäude in Thüringen.
Die bereitgestellten Informationen umfassen Basisdaten zu Gebäudehöhe, -größe und -nutzung sowie Angaben zu Baualtersklassen und Heizungsarten. Ergänzend werden modellierte Wärmebedarfe auf Einzelgebäudeebene inklusive künftiger Sanierungspotenziale bereitgestellt. Die Daten sind für die Nutzung in Geoinformationssystemen (GIS) aufbereitet.
Um die Daten zu erhalten, füllen Sie als planungsverantwortliche Kommune bitte das unten stehende PDF-Formular aus und senden es per E-Mail an die ThEGA. Anschließend erhalten Sie einen Download-Link zu den gewünschten Datensätzen.
Förderungen für Wärmenetze
Förderungen von Bund und EU
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Häufig gestellte Fragen
- Was ist ein Wärmenetz und wie funktioniert es?
Ein Wärmenetz – auch Nah- oder Fernwärmenetz genannt – versorgt mehrere Gebäude zentral mit Wärme über ein gut gedämmtes Rohrleitungssystem. Die Wärme wird in einer Energiequelle erzeugt und meist in Form von heißem Wasser durch isolierte Leitungen zu den angeschlossenen Häusern transportiert. Dort übernimmt eine Übergabestation die Einspeisung in das jeweilige Heizsystem.
Das abgekühlte Wasser fließt anschließend zurück ins Heizwerk, wird erneut erwärmt und wieder in den Kreislauf eingespeist. So entsteht ein effizienter, geschlossener Kreislauf, der eine zuverlässige und konstante Wärmeversorgung ermöglicht. - Welche Arten von Wärmenetzen gibt es?
Wärmenetze lassen sich unterscheiden nach ihrer Größe, Temperatur, Energiequelle und dem eingesetzten Energieträger.
Nach der Größe spricht man bei der Versorgung einzelner Quartiere oder Gemeinden meist von Nahwärme. Wenn es sich um größere Netze in Städten handelt, ist meist von Fernwärme die Rede.
Technisch gibt es Hochtemperatur- und zunehmend Niedertemperaturnetze, die besonders effizient arbeiten und erneuerbare Energien besser einbinden können.Je nach Energiequelle werden Wärmenetze beispielsweise mit Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Abwärme aus Industrie und Gewerbe, Großwärmepumpen oder Kraft-Wärme-Kopplung betrieben. Moderne Netze setzen verstärkt auf erneuerbare und klimafreundliche Wärmequellen.
Heißwassernetze sind heute am weitesten verbreitet. Sie transportieren Wärme in Form von erhitztem Wasser durch das Leitungsnetz. Das Wasser zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf zwischen Heizwerk und angeschlossenen Gebäuden. Dampfnetze arbeiten hingegen mit Wasserdampf als Wärmeträger.
- Wann lohnt sich ein Wärmenetz für eine Kommune?
Wichtige Faktoren für das Beantworten dieser Frage sind die Wärmebedarfsdichte und die Gebäudestruktur: In dicht bebauten Gebieten mit hohem Wärmebedarf ist ein Wärmenetz oft sinnvoll. Zusätzlich spielen vorhandene oder nutzbare Wärmequellen wie Abwärme, Umweltwärme oder erneuerbare Energien eine wichtige Rolle.
- Welche Wärmequellen sind für Kommunen sinnvoll?
Abwärme aus Industrie, Abwasser oder Rechenzentren entsteht ohnehin und lässt sich gut einspeisen. Großwärmepumpen nutzen Umweltwärme, Abwasser oder Luft und arbeiten besonders effizient mit erneuerbarem Strom. Weitere Wärmequellen sind: Solarthermie, Blockheizkraftwerke oder Biomasse.
- Wie wird die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes bewertet?
Die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes wird anhand der Investitions- und Betriebskosten, der zu erwartenden Wärmeabnahme, der Erlöse aus Anschlussgebühren und Wärmeverkäufen sowie möglicher Fördermittel bewertet. Ebenfalls berücksichtigt werden technische Faktoren wie Wärmeverluste, Netzdichte, Anschlussdichte und die Verfügbarkeit von Wärmequellen. Ein Netz gilt als wirtschaftlich sinnvoll, wenn die langfristigen Einnahmen die Kosten decken und eine angemessene Rendite erzielt wird.
- Wie kann der Ausbau eines kommunalen Wärmenetzes finanziert werden?
Der Ausbau eines Wärmenetzes kann über öffentliche Fördermittel (z. B. Bundesförderung für effiziente Wärmenetze, KfW-Kredite, Landesförderungen), private Investoren oder Public-Private-Partnerships (PPP) erfolgen. Eine Eigenfinanzierung durch die Kommune ist ebenso möglich wie eine Kostenbeteiligung der Anschlussnehmer (Anschlussgebühren, Wärmeabnahmeverträge).
Mögliche Betreibermodelle sind: kommunaler Betrieb (Kommune plant, baut und betreibt), Privatbetrieb (Unternehmen betreibt Netz), PPP (gemeinsamer Betrieb von Kommune und privatem Partner) oder Contracting (Dritter betreibt das Netz, Kommune oder Nutzer zahlen Wärmevertrag).
Weiteres Infomaterial
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AGFW
Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V.TWS
TWS Thüringer Wärme Service GmbHPlattform Grüne Fernwärme
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