- Letzte freie Plätze für kostenfreie Workshopreihe im September und Oktober verfügbar
- Thüringer Unternehmen wie BORN Senf und Feinkost GmbH berichten von Ergebnissen und Erfolgen
- Mit CIRCO entwickeln Unternehmen umsetzbare Lösungen für Produkte und Prozesse
Lieferengpässe, volatile Rohstoffpreise und geopolitische Krisen stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen. Laut einer Umfrage des ifo Instituts hatten im Juni 17,2 Prozent der Industriebetriebe in Deutschland mit Materialengpässen zu kämpfen. Die Thüringer Landesenergieagentur ThEGA hilft Unternehmen deshalb mit dem Workshopprogramm CIRCO dabei, ihre Wertschöpfungsketten robuster zu gestalten, Wertverluste zu minimieren und sich resilient für die Zukunft aufzustellen.
Nach einem erfolgreichen ersten Durchlauf im Frühjahr können sich jetzt weitere Thüringer Unternehmen für die CIRCO-Reihe im September und Oktober anmelden. Die Teilnahme ist dank Unterstützung des Thüringer Umweltministeriums kostenfrei. Pro Workshopreihe stehen lediglich acht Unternehmensplätze zur Verfügung. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.thega.de/circular-economy.
Verborgene Potenziale entlang der Wertschöpfungskette
Wie Unternehmen von CIRCO profitieren, zeigt das Beispiel der BORN Senf & Feinkost GmbH.
„Der Workshop hat uns geholfen, bislang verborgene Potenziale entlang unserer Wertschöpfungskette sichtbar zu machen. Besonders wertvoll war der Perspektivwechsel abseits des Tagesgeschäfts. So konnten wir konkrete Ansätze für zirkulärere Produkte und Prozesse identifizieren“, sagt Daniel Gottschald, Produktmanager bei BORN Senf & Feinkost.
Auch andere Thüringer Unternehmen berichten von konkreten Ergebnissen und Erfolgen. Marcus Cramer, Geschäftsführer der KHW Kunststoff- und Holzverarbeitungswerk GmbH aus Geschwenda, erklärt: „Der CIRCO-Workshop hat uns geholfen, konkrete Ansätze für kreislauffähiges und nachhaltiges Produktdesign zu entwickeln. Der praxisnahe Methodenmix und der offene Austausch mit anderen Unternehmen haben uns sehr unterstützt.“
Christian Richter, Geschäftsführer der UGN-Umwelttechnik Gera, ergänzt: „Wir sind mit dem Ziel gestartet, unsere Kunststoffproduktion effizienter zu machen – und haben am Ende unser ganzes Produkt neu gedacht. Für Unternehmen mit Blick auf Zukunftsthemen lohnt sich CIRCO in jedem Fall.“
Kreislaufwirtschaft schafft wirtschaftliche Vorteile
Die klassische lineare Wirtschaftsweise folgt häufig dem Prinzip „produzieren, nutzen, entsorgen“. Dabei gehen wertvolle Rohstoffe, Materialien und Energie verloren. Das zirkuläre Wirtschaften verfolgt einen anderen Ansatz: Produkte werden so gestaltet, dass sie langlebig, reparierbar und wiederverwertbar sind. Materialien bleiben möglichst lange im Wirtschaftskreislauf. Wer sich dabei nur auf das Recycling konzentriert, lässt viele Potenziale ungenutzt.
Für Unternehmen ergeben sich daraus konkrete Vorteile. Sie können ihre Abhängigkeit von Rohstoffmärkten verringern, Materialkosten senken, neue Geschäftsfelder erschließen, Kundenbindung stärken und ihre Lieferketten robuster gestalten.
CIRCO: Praxisnaher Einstieg in die Kreislaufwirtschaft
Mit CIRCO bietet die ThEGA Thüringer Unternehmen einen strukturierten Einstieg in die Kreislaufwirtschaft. Die Methode wurde an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden entwickelt und wird bereits erfolgreich in mehreren europäischen Ländern eingesetzt. Thüringen ist einer von drei aktiven CIRCO-Standorten in Deutschland.
Eine CIRCO-Reihe umfasst vier Workshoptage innerhalb von sechs Wochen. Teilnehmen sollten mindestens zwei Mitarbeitende eines Unternehmens aus unterschiedlichen Bereichen. Am Ende steht ein individueller Maßnahmenplan mit konkreten Umsetzungsschritten für das eigene Unternehmen.
Professor Sell: CIRCO schafft Raum für Umsetzung
„Viele Unternehmen wissen, dass sie unabhängiger von Rohstoffmärkten werden müssen. Oft fehlt jedoch die Zeit, bestehende Produkte und Prozesse grundlegend zu hinterfragen. CIRCO schafft genau diesen Raum und liefert innerhalb weniger Wochen konkrete Ansatzpunkte für die Umsetzung im eigenen Unternehmen“, sagt Professor Dieter Sell, Geschäftsführer der ThEGA.
