Abwärme besser nutzen in Thüringen

Abwärme besser nutzen in Thüringen

Bei vielen thermischen und mechanischen Prozessen entsteht Abwärme. Nutzen Unternehmen diese Abwärme, können sie oft auf günstige Weise den eigenen Energieverbrauch senken, Energiekosten sparen und somit die eigene Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Neben der betrieblichen Nutzung von Abwärme können vorhandene Wärmeüberschüsse auch an Dritte abgegeben bzw. verkauft werden. Dies erfordert in der Praxis allerdings häufig einen hohen Aufwand in der Projektvorbereitung und einen entsprechenden Abstimmungsbedarf der beteiligten Akteure. In Thüringen wurden deshalb in der Vergangenheit nur wenige Abwärme-Projekte umgesetzt. Das ist auch eine verschenkte Chance für den Klimaschutz, da das Einspeisen von Abwärme in Nah- oder Fernwärmenetze viel zu einem klimaneutralen Gebäudebestandes beitragen kann.

Um die Voraussetzungen für die energetische Abwärmenutzung in Thüringen zu verbessern, engagiert sich die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) gemeinsam mit acht internationalen Partnern in dem europäischen Projekt „Comprehensive model of waste heat utilization in CE regions“, kurz: CE-HEAT. Im Rahmen dieses Vorhabens werden mindestens zwei Machbarkeitsstudien zur Abwärmenutzung in Thüringen finanziert.  Ein weiteres zentrales Element bildet das Abwärmekataster, in dem insbesondere Abwärmequellen sichtbar gemacht werden, die sich auch für eine überbetriebliche Nutzung anbieten.

Die Angebote dieser Informationsplattform richten sich an Unternehmen, Projektentwickler für Nahwärmelösungen, Energiedienstleister, Energieberater, Energieversorger sowie an Kommunen. Sie  finden hier Hintergrundinformationen zum Thema Abwärme, zahlreiche Projektbeispiele zum Informieren und Nachmachen sowie die wichtigsten Förderprogramme. Zusätzlich liefert die Website Links zu anderen Institutionen, Dienstleistungsunternehmen und Experten, die sich mit dem Thema Abwärme beschäftigen.

Ihr Ansprechpartner
Anton Wetzel

Anton Wetzel
Projektleiter Wärme- und Energiekonzepte

Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt

0361 5603-213
0361 5603-327
E-Mail schreiben

Das Projekt CE-HEAT wird durch das Interreg Central Europe Programm unterstützt und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Freistaates Thüringen finanziert.

Abwärmekataster

Das Abwärmekataster dient vor allem dazu, Abwärmequellen in Thüringen zu erfassen und deren räumliche Verteilung sichtbar zu machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die „Ressource Abwärme“ zu verbessern und Investitionen in die Abwärmenutzung anzuregen. Derzeit enthält das Kataster 366 Datensätze aus Abgasmessungen genehmigungspflichtiger Feuerungsanlagen, die der Bundesimmissionsschutzverordnung unterliegen und aus denen die Abwärmemenge berechnet worden ist.

Unternehmen bietet das Kataster die Möglichkeit, auf überschüssige Wärmepotenziale hinzuweisen und an  potentielle Nutzer zu verkaufen. Dazu zählen beispielsweise Wohnungsunternehmen, Energieversorger oder andere Gewerbebetriebe. Darüber hinaus können die Abwärmedaten für die energetische Entwicklung von Kommunen und Quartieren genutzt werden, um eine effiziente und ressourcenschonende Wärmeversorgung zu entwickeln.

Abwärmekataster

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Im Rahmen des Projektes CE-HEAT wird die ThEGA mindestens zwei Machbarkeitsstudien zur Nutzung von Abwärme im Gesamtwert von bis zu 30.000 Euro finanzieren. Hierfür suchen wir konkrete Ansatzpunkte, die hohe CO2-Einsparungen erwarten lassen und/oder einen besonderen Modellcharakter aufweisen und somit eine hohe Reproduzierbarkeit ermöglichen. Angesprochen sind sowohl die Produzenten als auch die potentiellen Nutzer von Abwärme.

Wenn Sie sich für eine Machbarkeitsstudie bewerben wollen, ist eine Registrierung über das Abwärmekataster erforderlich. Wir nehmen dann umgehend mit Ihnen Kontakt auf.

Die Projektansätze werden bei der ThEGA bis zum 31. Oktober 2017 gesammelt. Danach erfolgt in Abstimmung mit dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz eine Entscheidung, welche Machbarkeitsstudien durchgeführt werden.

Technologie

Technologien der Abwärmenutzung

Die Wärmeübertragung von einem wärmeren Medium auf ein kälteres wird häufig praktiziert. In sogenannten Wärmetauschern werden beide Medien an einer Wärmeübertragungsfläche vorbeigeleitet. Der Wirkungsgrad der Wärmetauscher wird maßgeblich durch den Wärmedurchgangskoeffizienten des Wärmeübertragungsmaterials, der Wärmeübertragungsfläche sowie dem Temperaturunterschied der beiden Medien bestimmt.

Da Abwärme häufig nicht kontinuierlich anfällt und in Bezug auf die Menge und die Temperaturen variiert, ist für viele Anwendungen eine Kombination mit einem Wärmespeicher empfehlenswert.

Eine weitere Nutzung von Abwärme kann mittels thermischen Kälteanlagen erfolgen. Herkömmliche elektrisch angetriebene Kältemaschinen haben mit den thermisch angetriebenen Adsorbern und Absorbern gemeinsam, dass die nutzbare Kühlung durch das Verdampfen eines Kältemittels bei möglichst geringen Temperaturen bereitgestellt wird. Während die im Kältemittelkreislauf erforderliche Druckdifferenz bei Kompressionskältemaschinen mit einem elektrisch angetriebenen Verdichter erzeugt wird, nutzen Sorptionskältemaschinen chemische und physikalische Prozesse, um mit Hilfe von Antriebswärme das Temperaturniveau der Kälteerzeugung unter das der Umgebung abzusenken.

Abschließend sei noch auf die Stromgewinnung aus Abwärme hingewiesen. Eine marktfähige Technologie stellt hierbei der Organic-Ranking-Cycle (ORC) dar.

Eine erste Bewertung vorhandener Abwärmepotenziale bietet der Bayerische Abwärmerechner.

Best-Practice

Wärmerückgewinnung am Herdwagenglühofen: Schuler Pressen GmbH, Werk Erfurt

Wärmerückgewinnung am Herdwagenglühofen: Schuler Pressen GmbH, Werk Erfurt

Die Erfurter kennen die Schuler AG schlicht als Umformtechnik. Schon 1897 wurden hier Stanzen und Scheren produziert. Heute ist das Unternehmen mit Hauptsitz im schwäbischen Göppingen Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik. Auf den Pressen und Pressenlinien von Schuler formen Automobilhersteller und Zulieferer auf der ganzen Welt Türen, Dächer, Motorhauben und andere Teile, die im Sekundentakt die Maschinen verlassen. Ein modernes Industrieunternehmen, für das Energieeffizienz in der Produktion hohe Bedeutung hat. 

Die im Herdwagenglühofen entstehenden Abgase erreichen eine Temperatur von bis zu 600 Grad. Durch die Integration einer Wärmerückgewinnung wird das thermische Potenzial des Abgases  für die Erhöhung der Rücklauftemperatur der Hauptfernwärmetrasse genutzt. Das geschieht mittels eines Wärmetauschers mit einer Leistung von 700 kW, der für eine jährliche Wärmeeinsparung von ca. 1.000 MWh sorgt.

Ansprechpartner:

Jörg Hauschild
Tel. +49 361 706605
E-Mail: joerg.hauschild(at)schulergroup.com

Abwärmenutzung in Thermalbädern: Ardesia-Therme Bad Lobenstein

In dem 2002 erbauten Moorheilbad ist der Energieverbrauch ein hoher Kostenfaktor. Um denEnergieverbrauch nachhaltig zu senken, hat die Thüringer Wärmeservice GmbH ein speziell auf die Therme zugeschnittenes Energiekonzept entwickelt und gemeinsam mit den Haustechnikern der Therme umgesetzt. Ein zentrales Element stellt die systematische Nutzung der Abwärme dar, die beim Austausch des Badewasser und der Verbrennung des Erdgases entsteht.

Die Abwärme wird mit einem Temperaturniveau von ca. 30 Grad mittels eines Rohrbündelwärmetauschers im Sedimentationsbecken gewonnen und mithilfe von Wärmepumpen zur Beheizung der Becken genutzt. Als weitere Wärmequelle für die Wärmepumpen wurde das Rauchgas des Erdgaskessels sowie des BHKW eingesetzt, dessen Temperatur sich dadurch von 75auf 30 Grad reduziert. „Wir haben unseren Erdgasverbrauch um 40 Prozent senken können und statt 3,5 Millionen nur noch 2,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr verbraucht. Das entspricht einer Einsparung von 20.000 Euro“, sagt Geschäftsführerin Regina Nordhauß.

Ansprechpartner:

Ingo Müller; Thüringer Wärmeservice GmbH
Tel. +49 361 652-2637
E-Mail: ingo.mueller(at)teag.de

Nutzung von Serverabwärme: Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Nutzung von Serverabwärme: Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Ein technisch anspruchsvolles Energiekonzept wurde beim Neubau des Fraunhofer IDMT in Ilmenau umgesetzt. Ein Großteil der Wärmeversorgung wird aus der Abwärme der Serverräume gewonnen. Die Serverkühlung erfolgt über Wärmetauscher und Umluftkühler, wobei sich das Wasser von 14 auf 18 Grad erwärmt. Im Sommer erfolgt die Kühlung über einen weiteren Wärmeübertrager und 36 Erdsonden. Mittels der Betonkernaktivierung und über die Lüftungsanlagen wird das Gebäude gekühlt. Zur Abdeckung der Spitzenlast wurde eine zusätzliche Kältemaschine installiert.

Im Winter hebt eine Wärmepumpe das Temperaturniveau von 18 auf 28 Grad für die Betonkernaktivierung bzw. 45 Grad zum Heizen. Zur Deckung der Spitzenheizlast wird eine zweite Sole-Wärmepumpe zugeschaltet, die ebenfalls über die Erdsonden versorgt wird.

Ansprechpartner:

Ralf Porzel
Tel. +49 3677 467 344
E-Mail: ralf.porzel(at)idmt.fraunhofer.de

Abwärmenutzung zur Kälteerzeugung: Helbing mein Lieblingsbäcker GmbH & Co. KG Leinefelde

Abwärmenutzung zur Kälteerzeugung: Helbing mein Lieblingsbäcker GmbH & Co. KG Leinefelde

Die Helbing mein Lieblingsbäcker GmbH & Co. KG Leinefelde wurde 2015 für ihr ganzheitliches Energiekonzept mit dem Thüringer Energieeffizienzpreis ausgezeichnet. Neben der Einbindung erneuerbarer Energien durch eine PV-Anlage in Kombination mit Batteriespeichern und einem BHKW steht die  effiziente Abwärmenutzung im Zentrum des Energiekonzepts. Dazu wird die Abwärme des BHKW zum Vorheizendes Thermoöls der Backofen und zur Warmwasseraufbereitung verwendet. Weitere Abwärme wird über eine Absorbtionsanlage mit einer Leistung von 70 kW in Kälte umgewandelt.

Ansprechpartner:

Frank Jakob
Tel. +49 3605 569435
E-Mail: frank.jakob(at)lieblingsbaecker.de

Förderung

Förderprogramme

Für die Nutzung von Abwärme stehen zahlreiche Förderprogramme zur Verfügung. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu deren Inhalten, Zielgruppen und den erforderlichen Voraussetzungen.

Förderprogramme zur Abwärmenutzung

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GREEN invest

Zielgruppe:

Unternehmen in Thüringen

Inhalt:

1. Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen (Zuschüsse für Beratung und Investition):

  • umfassende und qualifizierte Energieberatungen, die Energiesparpotenziale bezogen auf den Prozess in Unternehmen aufzeigen (Situationsanalyse),
  • Projektbegleitung bei der Umsetzung von Maßnahmen (inkl. Abwärmenutzung),
  • Erfolgskontrolle umgesetzter Maßnahmen und ggf. Nachoptimierung,
  • Investitionen zur Optimierung von Prozessen bei Empfehlung im Abschlussbericht bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Kosten

Voraussetzung: Für die Inanspruchnahme von Investitionszuschüssen ist ein Konzept mit der Maßnahmenempfehlung durch einen für das Programm zertifizierten Energieberater notwendig.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

2. Förderung von Greentec-Innovationen (Demonstrationsvorhaben und Studien)

  • Modellhafte Vorhaben zur Reduzierung von energiebedingter CO2-Emissionen unter Anwendung neuer Energie- und Energieeinspartechnologien mit Multiplikatoreffekt (Demonstrationsvorhaben)
  • Studien, soweit sie Voraussetzung für die Durchführung bzw. den Nachweis des Erfolges des Demonstrationsvorhabens sind
  • Gefördert werden Investitionsmehrausgaben die unmittelbar dazu beitragen den Umweltschutz zu verbessern
    - Maschinen, Anlagen und Einrichtungen
    - bauliche Maßnahmen
    - Planungs- und Ingenieurleistungen; externe Sachverständige

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

KfW-Energieeffizienzprogramm - Abwärme (294)

Zielgruppe:

Unternehmen in Deutschland

Inhalt:

Förderung von Beratung und Investitionen (Kredite und Tilgungszuschüsse 30 % bis 40 % für externe Abwärmenutzung; 10 % Bonus für KMU) in die Modernisierung, die Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme:

  • Innerbetriebliche Vermeidung und Nutzung von Abwärme, zum Beispiel
    - Prozessoptimierung
    - Umstellung von Produktionsverfahren auf energieeffiziente Technologien zur Vermeidung bzw. Nutzung von Abwärme
    - Dämmung/Isolierung von Anlagen, Rohrleitungen und Armaturen
    - Rückführung von Abwärme in den Produktionsprozess
    - Vorwärmung von anderen Medien
    - Stromeffizienzmaßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Abwärmemaßnahme

  • Außerbetriebliche Nutzung von Abwärme
    - Auskopplung der Abwärme
    - Verbindungsleitungen zur Weitergabe von Wärme

  • Verstromung von Abwärme, zum Beispiel Organic Rankine Cycle (ORC)-Technologie oder Erdgasentspannungsturbinen (GET-Anlagen)
  • Aufwendungen für die Erstellung des Abwärmekonzepts einschließlich Umsetzungsbegleitung und Controlling durch externe Sachverständige

Voraussetzung: Für die Inanspruchnahme von Tilgungszuschüssen für Investitionen ist ein Konzept mit der Maßnahmenempfehlung durch einen für das Programm zertifizierten Energieberater notwendig. Sofern das Unternehmen über ein nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS zertifiziertes Energiemanagementsystem verfügt, kann das Konzept unternehmensintern erstellt werden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

KfW-Energieeffizienzprogramm - Abwärme Investitionszuschuss (294)

Zielgruppe:

Unternehmen in Deutschland

Inhalt:

Förderung von Beratung und Investitionen (bis zu 40 % Zuschuss auf Investitionsmehrkosten) in die Modernisierung, die Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme:

  • Innerbetriebliche Vermeidung und Nutzung von Abwärme, zum Beispiel
    - Prozessoptimierung
    - Umstellung von Produktionsverfahren auf energieeffiziente Technologien zur Vermeidung bzw. Nutzung von Abwärme
    - Dämmung/Isolierung von Anlagen, Rohrleitungen und Armaturen
    - Rückführung von Abwärme in den Produktionsprozess
    - Vorwärmung von anderen Medien
    - Stromeffizienzmaßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Abwärmemaßnahme

  • Außerbetriebliche Nutzung von Abwärme
    - Auskopplung der Abwärme
    - Verbindungsleitungen zur Weitergabe von Wärme

  • Verstromung von Abwärme, zum Beispiel Organic Rankine Cycle (ORC)-Technologie oder Erdgasentspannungsturbinen (GET-Anlagen)
  • Aufwendungen für die Erstellung des Abwärmekonzepts einschließlich Umsetzungsbegleitung und Controlling durch externe Sachverständige

Voraussetzung: Für die Inanspruchnahme von Investitionszuschüssen ist ein Konzept mit der Maßnahmenempfehlung durch einen für das Programm zertifizierten Energieberater notwendig. Sofern das Unternehmen über ein nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS zertifiziertes Energiemanagementsystem verfügt, kann das Konzept unternehmensintern erstellt werden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

BAfA-Programm Förderung von Querschnittstechnologien

Zielgruppe:

Unternehmen in Deutschland

Inhalt:

Investitionen (Zuschüsse in Höhe von bis zu 30 % für KMU und 20 % für Großunternehmen) zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien

Es werden sowohl Einzelmaßnahmen (Ersatz und die Neuanschaffung von einzelnen Anlagen beziehunsgweise Aggregaten) als auch die Optimierung technischer Systeme auf der Grundlage eines unternehmensindividuellen Energieeinsparkonzeptes gefördert. Zu den Einzelmaßnahmen zählen u.a.:

  • Ventilatoren in lufttechnischen sowie Anlagen zur Wärmerückgewinnung in raumlufttechnischen Anlagen
  • Drucklufterzeuger sowie Anlagen zur Wärmerückgewinnung in Drucklufterzeugungsanlagen
  • Wärmerückgewinnungs- beziehungsweise Abwärmenutzungsanlagen in Prozessen innerhalb des Unternehmens
  • Dämmung von industriellen Anlagen beziehungsweise Anlagenteilen (Ausnahmen sind der Richtlinie zu entnehmen).

Voraussetzung: Die Prüfung der Förderfähigkeit der beantragten Querschnittstechnologien erfolgt über Herstellernachweise und Produktdatenblätter sowie gegebenenfalls über technische Prüfberichte von Sachverständigen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Nationale Klimaschutzinititiative - Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen

Zielgruppe:

Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe, Schulen, Krankenhäuser sowie kirchliche Einrichtungen in Deutschland

Inhalt:

Investitionen (Zuschüsse) in effiziente und umweltfreundliche Kältetechnik (Neu- und Bestandsanlagen)

Gefördert werden u.a. Investitionen in

  • Kompressions- und Sorptionskälteanlagen zur Abwärmenutzung,
  • Wärmespeicher mit Wärmeübertrager zur Abwärmenutzung
  • Wärmepumpe zur Abwärmenutzung (für Wärmespeicher) sowie
  • Kältespeicher mit Wärmeübertrager.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Förderprogramme für Wärmenetze und Speicher

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Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

Zielgruppe:

Betreiber neuer oder ausgebauter Wärmenetze in Deutschland

Inhalt:

Investitionen (Zuschüsse) in Wärmenetze und -speicher. Gefördert werden u.a.:

  • Neu- und Ausbau von Wärmenetzen, u.a. mit einem Mindestanteil in Höhe von 50 % aus KWK-Wärme mit einer Kombination aus Wärme erneuerbaren Energien oder industrieller Abwärme, die ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz bereitgestellt wird, erfolgt.
  • Wärmespeicher

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

KfW-Programm: Erneuerbare Energien - Premium

Zielgruppe:

Unternehmen, Privatpersonen und Freiberufler, Landwirte, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände, Gemeinnützige Antragsteller und Genossenschaften in Deutschland

Inhalt:

Investitionen zur Nutzung von Wärme aus regenerativen Energien (Kredite und Tilgungszuschüsse). Gefördert werden u.a.:

  • Wärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden (Abwärme zählt als Erneuerbare Wärme. Ihr Anteil am Wärmeverbrauch muss mindestens 50 % liegen, bei  der überwiegenden Versorgung von Neubauten bei mindestens 60 %. Das Wärmenetz muss im Mittel über das gesamte Netz einen Mindestwärmeabsatz von 500 kWh pro Jahr und Meter Trasse haben.)
  • große Wärmespeicher mit mindestens 10 m³ und
  • große effiziente Wärmepumpen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0

Zielgruppe:

Unternehmen, kommunale Betriebe, kommunale Zweckverbände, eingetragene Vereine, sowie eingetragene Genossenschaften

Inhalt:

Förderung der Planung und Vorbereitung sowie der Entwicklung und Realisierung von „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“

  • Machbarkeitsstudien zur gutachterlichen Prüfung sowie Vorplanung der technischen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Baus neuer Wärmenetzsysteme oder der Transformation bestehender Netze unter Berücksichtigung der für den Antragsteller jeweils relevanten konkreten lokalen Gegebenheiten vor Ort (Zuschüsse bis zu 60 % der zuwendungsfähigen Kosten)
  • Realisierung eines Wärmenetzsystems durch Neubau oder Transformation eines räumlich abgrenzbaren Teilbereichs eines bereits bestehenden Wärmenetzes („Teilnetz“) (Zuschüsse bis zu 50 % der gemäß Artikel 25 Absatz 3 AGVO förderfähigen Kosten)

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Ansprechpartner

Sie wollen Ihre Abwärme nutzen und sind auf der Suche nach einem Planungsunternehmen? Hier finden Sie eine Liste von Planungsbüros, die  bereits erfolgreich Konzepte zur Abwärmenutzung realisiert haben.

Planung und Projektentwicklung

AEP Energie-Consult GmbH

Wiesestr. 115
07548 Gera
www.aep-energieconsult.de

Ansprechpartner: Steffen Günther
Tel.: 0365 - 830 19 40
E-Mail: s.guenther(at)aep-energieconsult.de

HKL Ingenieurgesellschaft mbH

Erfurter Landstraße 9/10
99095 Erfurt-Stotternheim
http://www.hkl-ingenieure.eu

Ansprechpartner: David Feige
Tel.: 036204 - 616 28
E-Mail: d.feige(at)hkl-ingenieure.de

Büro für Energieeffizienz Klaus Weber

Kraftstr. 1
07548 Gera
www.weberklaus.energie-check.de

Tel.: 0365 2058434
E-Mail: weberklaus(at)jetzweb.de

MAT Mess- und Analysentechnik Dr. Dinger

Berliner Str. 32
34369 Hofgeismar
www.mat-prozessanalytik.de

Tel.: 05675 722790
E-Mail: info(at)mat-prozessanalytik.de

IfE - Ingenieurbüro für Energiewirtschaft Dr.-Ing. Dirk Schramm GmbH

Hallenburgstraße 32a
98587 Steinbach-Hallenberg
www.ifegmbh.de

Tel.: 036847 54970
E-Mail: info(at)ifegmbh.de

IPH Selzer Ingenieure GmbH

Friedrich-Ebert-Straße 38 99423 Weimar
www.iphks.de

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Kathrin Selzer
Tel.: 03643 - 45 74 08 0
E-Mail: k.selzer(at)iphks.de

Galek & Kowald GmbH

Treffurter Weg 16
99974 Mühlhausen
www.galek-kowald.de

Ansprechpartner: Jörg Hartung, Michael Portwich
Tel.: 03601 83490
E-Mail: J.Hartung(at)Galek-Kowald.de

Thüringer Energie AG; Bereich Energiedienstleistungen

Schwerborner Straße 30
99087 Erfurt
www.thueringerenergie.de

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Ingo Bergmann
Tel.: 0361 6522638
E-Mail: Ingo.Bergmann(at)thueringerenergie.de

I.P.H Klawonn GmbH

Ettersburger Straße 49-51
99427 Weimar
www.iphk.de

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. (FH) Ulf Klawonn
Tel.: 03643/4684660
E-Mail: j.oettel(at)iphk.de