Thüringer EnergieEffizienzpreis 2019

Klimaschutz und Effizienz gewinnen -
Preisträger des Thüringer EnergieEffizienpreises 2019

Die Landesenergieagentur ThEGA hat jeweils drei Kommunen und Unternehmen mit dem Thüringer EnergieEffizienzpreis 2019 ausgezeichnet. Insgesamt haben sich 16 Akteure für den mit 30.000 Euro dotierten Preis beworben. Eine Jury mit Energieexperten aus Thüringen hat die eingereichten Bewerbungen bewertet und die Platzierung festgelegt.

Die ThEGA gratuliert herzlich den Gewinnern und bedankt sich bei allen Kommunen und Unternehmen für die Teilnahme.

Ihr Ansprechpartner

Axel Wipprecht

Axel Wipprecht
Projektleiter Ressourceneffizienz 

Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt

0361 5603-458
0361 5603-327
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Die Preisträger in der Kategorie "Klimaschutz in Kommunen"


1. Platz

Stadt Geisa: Nutzung klimaneutraler Nahwärme auf der Basis nachwachsender Rohstoffe

8.000 € Preisgeld

Das sagt die Jury:

„In Geisa ist es gelungen, Umwelt- und Denkmalschutz zu vereinen. Die Heizungsanlagen und Nahwärmenetze werden mit Hackschnitzeln aus dem eigenen Stadtwald betrieben. Synergieeffekte ergeben sich  zusätzlich durch eine intelligente Steuerung und die unterschiedlichen Wärmebedarfszeiten in den kommunalen Gebäuden. So zeigt Geisa, wie erfolgreicher kommunaler Klimaschutz funktioniert.“

Dominik Ebert von der Stadtverwaltung und Bürgermeister Martin Henkel
Dominik Ebert von der Stadtverwaltung und Bürgermeister Martin Henkel

2. Platz

Landkreis Eichsfeld: Optimieren der Hausmeisterdienste inklusive Energiemanagement und E-Mobilität

5.000 € Preisgeld

Das sagt die Jury:

„Der Landkreis Eichsfeld geht neue Wege: Durch die Neuorganisation der kommunalen Hausmeisterdienste gelingt der optimale Zugriff auf die einzelnen Kompetenzen der Mitarbeiter und spezielles Equipment. Damit stehen der Haustechnik und dem Energiemanagement jetzt für jeden Bereich kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Durch die deutlich gesteigerte Energieeffizienz ist mit Energieeinsparungen zwischen 10 und 20 Prozent zu rechnen.“

Stellv. Amtsleiter Wolfgang Lerch und der kommunale Energiemanager Martin Westerberg mit einem Hausmeisterteam
Stellv. Amtsleiter Wolfgang Lerch und der kommunale Energiemanager Martin Westerberg mit einem Hausmeisterteam

3. Platz

Roßleben-Wiehe: Erneuern der Straßenbeleuchtung unter Naturschutzaspekten

2.000 € Preisgeld

Das sagt die Jury:

„Im ländlichen Raum fast flächendeckend auf LED-Leuchten umzustellen und dabei Themen wie Naturschutz und Lichtverschmutzung zu beachten ist eine starke Leistung. Dank professioneller Planung konnten Förderungen vom Bund und das Programm „Klima Invest“ vom Land genutzt werden. Durch die Berücksichtigung der Lebenszyklusaspekte profitiert die Stadt zusätzlich, weil künftige Kosten für Wartung und Ersatzteile bereits berücksichtigt sind.“

Bauamtsleiter Klaus Dieter Arnold und Bürgermeister Steffen Sauerbier
Bauamtsleiter Klaus Dieter Arnold und Bürgermeister Steffen Sauerbier

Preisträger in der Kategorie "Energieeffizienz in Unternehmen"


1. Platz

Bauzentrale Jena (Machts Treppenbau und Bauelemente): Gewerkeübergreifende Bauberatung im nachhaltig errichteten Firmengebäude

8.000 € Preisgeld

Das sagt die Jury:

„Die Bauzentrale Jena hat mehrfach überzeugt: zum einen durch ein nachhaltig errichtetes und CO2-neutrales Gebäude, dessen Energieverbrauch etwa ein Drittel besser ist, als es die Energiesparverordnung fordert. Zum anderen wird die Wertschätzung für nachhaltiges Bauen an die Kunden weitergegeben. Abgerundet wird das Gesamtkonzept durch den Einsatz von Elektromobilität und den Betrieb eines Bistros mit regionalen Produkten.“

Reno Hanschke, Manager der Bauzentrale Jena
Reno Hanschke, Manager der Bauzentrale Jena

2. Platz

Jenaer Antriebstechnik GmbH: CO2-neutraler Betrieb des neuen Firmenkomplexes

5.000 € Preisgeld

Das sagt die Jury:

„Mit viel Leidenschaft und Präzision hat die Jenaer Antriebstechnik GmbH ihren neuen Firmenkomplex konzipiert und umgesetzt. Der emissionsfreie Bau überzeugt durch eine Kombination aus erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Umweltschutz. So ist der neue Firmenstandort vorbildlich in die natürliche Umgebung eingebettet und verzichtet vollständig auf den Einsatz fossiler Energieträger. Der Baugrund wurde vorher von Altlasten befreit.“

JAT-Geschäftsführer Stephan Preuß
JAT-Geschäftsführer Stephan Preuß

3. Platz

BORN Senf & Feinkost GmbH: Umfassendes Reduzieren von CO2-Emissionen am Firmenstandort Erfurter Kreuz

2.000 € Preisgeld

Das sagt die Jury:

„Der ganzheitliche Ansatz von BORN sichert Arbeitsplätze und die Zukunft des Unternehmens, zudem werden Umwelt und Ressourcen geschont. Das ist preisverdächtig und zukunftsweisend. So hat die Firma ein CO2-neutrales Logistik- und Verwaltungsgebäude gebaut, nutzt Elektroautos mitsamt Ladesäulen, setzt mit Thüringer Lieferanten auf kurze Transportwege und den Einsatz erneuerbarer Energien sowie auf Recycling von Verpackungsmaterial.“

BORN-Geschäftsführer Thomas Heinz
BORN-Geschäftsführer Thomas Heinz

Wettbewerbsbroschüre 2019

Wettbwerbsbroschüre

Sie wollen mehr über die Gewinner des Thüringer EnergieEffizienzpreises erfahren? Unsere Wettbewerbsbroschüre stellt die einzelnen Projekte im Detail vor.

Wettbewerbsbroschüre 2019 (PDF-Datei)

Fachjury: Energieexperten küren Gewinner

Jury aus Thüringer Experten entscheidet über Preisvergabe

Diese Thüringer Energie-Experten sind Mitglieder der unabhängigen Fachjury des EnergieEffizienzpreises 2019 (v.l.):

  • Dr. Hans-Reinhard Hunger, 1. Vizepräsident der Ingenieurkammer Thüringen,
  • Dr. Matthias Sturm, Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung/Kommunikation der Thüringer Energie AG (TEAG),
  • Ingrid Röseler, Bereichsleiterin Agrarförderung, Infrastruktur, Umwelt bei der Thüringer Aufbaubank (TAB),
  • Professor Dieter Sell, Geschäftsführer der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA),
  • Professor Michael Kappert, Dekan der Fakultät Gebäudetechnik und Informatik der Fachhochschule Erfurt
  • Matthias Stüwe, Stiftungsvorstand der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen
  • Professor Peter Bretschneider, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Institutsteil Angewandte Systemtechnik (IOSB-AST) in Ilmenau [nicht im Bild],

Unsere Fachjury bewertet die eingereichten Projekte und kürt die Gewinner nach diesen Kriterien:

Kriterien für Kommunen

  • CO2-Einsparung
  • Bürgernähe
  • Innovation
  • Zukunftssicherung
  • Übertragbarkeit

Kriterien für Unternehmen

  • CO2-Einsparung
  • Effizienzgradsteigerung
  • Innovationsgrad 
  • Ressourceneffizienz
  • Übertragbarkeit

Gesucht wurden Konzepte, wirksame Maßnahmen oder Initiativen, die zum Schutz des Klimas beitragen, zu Verhaltensänderungen motivieren oder sich mit Maßnahmen zur Klimaanpassung beschäftigen.

Gesucht wurden innovative Projektideen, umgesetzte Maßnahmen oder Produkte, die zu einer Effizienzsteigerung führen, Energie sparen, erneuerbare Energien einsetzen und dadurch CO2-Emissionen reduzieren.