Kommunen energetisch optimieren

Mit EU-Förderung sanieren und erneuerbare Energien ausbauen

Effiziente Stadt

EFRE-Förderung für eine nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung

Nachhaltige Stadtentwicklung, das heißt vor allem, CO2-Emissionen in den Kommunen verringern. Doch wie wird dieses Ziel erreicht? Maßnahmen sind beispielsweise eine höhere Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien. Rund 67 Millionen Euro beträgt die EFRE-Förderung „Nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung“ mit dem Schwerpunkt „Effiziente Stadt“ in der Strukturfondsperiode 2014 bis 2020. Von diesem Geld profitieren 40 ausgewählte Thüringer Kommunen, die durch den Ausbau erneuerbarer Energien, durch energetische Sanierungen und eine Steigerung der Energieeffizienz ihren Energieverbrauch und ihre CO2-Emissionen reduzieren. Die ThEGA unterstützt diese Kommunen bei der Entwicklung der Projekte und der Inanspruchnahme der Förderung.

ThEGA berät Kommunen bei Antrag und technischer Umsetzung

Die EFRE-Förderung zur Einsparung von CO2-Emissionen kann von insgesamt 40 zentralen Orten in Thüringen genutzt werden. Diese haben sich bereits 2015 für die Teilnahme an diesem Programm qualifiziert. Den Kreis der förderfähigen Kommunen hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft durch ein Wettbewerbsverfahren ermittelt.

Die Landesenergieagentur ThEGA berät diese Kommunen im Vorfeld der Antragstellung bei der technischen Umsetzung und prüft die energetischen Aspekte der Förderanträge. Außerdem unterstützen die ThEGA-Experten bei beihilferechtlichen Aspekten der EFRE-Förderung.

Diese Thüringer Kommunen profitieren von der EFRE-Förderung

Apolda | Artern | Bad Berka | Bad Langensalza | Bad Lobenstein | Bad Salzungen | Bad Tabarz | Bad Tennstedt | Blankenhain | Bürgel | Buttstädt | Eisenberg | Erfurt | Geisa | Gera | Gerstungen | Gotha | Heilbad Heiligenstadt | Ilm-Kreis | Ilmenau | Jena | Kaltennordheim | Leinefelde-Worbis | Nesse-Apfelstädt | Niederorschel | Nordhausen | Ohrdruf | Ronneburg | Rudolstadt | Schalkau | Schleiz | Sömmerda | Themar | Treffurt | Vacha | Weimar | Zella-Mehlis | Zeulenroda-Triebes

Zusätzlich wurden Modellprojekte in Kahla (Abwärmenutzung) und Mühlhausen (Solarthermie für Fernwärme) in die EFRE-Förderung aufgenommen.

Die verfügbaren Fördermittel für die Strukturfondsperiode 2014 bis 2020 sind durch die angemeldeten Projekte vollständig gebunden. Daher werden für die laufende Förderperiode keine neuen Anmeldungen mehr angenommen.

Für die kommende Strukturfondsperiode 2021 bis 2027 arbeitet der Freistaat Thüringen bereits an einer Fortsetzung der EFRE-Förderung. Gern beraten wir Sie zu den Möglichkeiten, Ihr Vorhaben zukünftig über EFRE zu fördern.

Ansprechpartner

Frank Roman Leipe
Projektleiter Kommunale Energiekonzepte
Thomas Wahlbuhl
Projektleiter Energieeffizienz in Kommunen

Was wird im Themenschwerpunkt „Effiziente Stadt“ gefördert?

Investive Maßnahmen, wie z.B.:

  • energetische Sanierung von Gebäuden
  • Erneuerung der Heizung, Lüftung und Kühlung
  • Umrüsten auf LED-Straßenbeleuchtung
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien in öffentlichen Gebäuden und Infrastrukturen
  • Einsatz innovativer Energie- und Speichertechnologien
  • Einsatz von Klein-KWK-Anlagen
  • Vorhaben zur Energieeffizienzsteigerung in Kommunen und städtischen Quartieren, z.B. Fernwärmeausbau

Nichtinvestive Maßnahmen, wie z.B.:

  • Strategien zur Energieeinsparung, Energieeffizienzsteigerung und Klimaanpassung
  • kommunale Energiekonzepte

Effiziente Stadt & nachhaltige Stadtentwicklung: Beispiele für bereits geförderte Projekte

Fernwärmeerweiterung Erfurt-Borntal

Durch den Ausbau der effizienten Fernwärme im Quartier können fossile Heizungen abgelöst und der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Zukünftig profitieren die Nutzer zusätzlich vom Ausbau der erneuerbaren Energien im Netz der Stadtwerke, so dass sich die CO2-Bilanz des Quartiers kontinuierlich weiter verbessern wird.


Energetische Verwertung von Grünschnitt in Nordhausen

Mit einer Biomasse-Verbrennungsanlage werden holzige Anteile aus der Grünabfallsammlung verwertet – eine vorhandene Ressource aus nachwachsenden Quellen, die bislang nicht genutzt wurde. Über ein Nahwärmenetz werden damit ein Betriebshof und benachbarte Wohnungen CO2-neutral beheizt. Die bislang dort eingesetzten dezentralen und fossilen Feuerungsanlagen werden nicht mehr gebraucht.


Schwimmhalle Ilmenau

Zur Beheizung der Schwimmhalle wird die Abwärme des Kühlaggregates der benachbarten Eishalle mit eingesetzt – CO2-neutral und kostengünstig.


Kläranlage Leinefelde

Mit einer Photovoltaik-Anlage wird der Wasser- und Abwasserzweckverband Eichsfelder Kessel zukünftig einen Teil des für die Pumpen benötigten Stromes CO2-neutral selbst produzieren. Dank eines Batteriespeichers kann eine tagsüber entstehende Mehrproduktion an Strom am Abend an die Pumpen abgegeben werden.

Facharbeitskreis: So profitieren EFRE-Kommunen gegenseitig von ihren Erfahrungen

Aktuelle Informationen zur „Effizienten Stadt“ austauschen, von den Erfahrungen anderer Kommunen lernen, gute EFRE-Projekte kennenlernen – das und mehr leistet der Facharbeitskreis „Effiziente Stadt“. Die Ergebnisse finden Sie unter Downloads.

Der 7. Facharbeitskreis findet 2020 statt. Er wird u.a. einen Ausblick auf die kommende Förderperiode ab 2021 bieten. Alle beteiligten Kommunen erhalten rechtzeitig eine Einladung.

Downloads

Mit unseren Angeboten helfen wir Thüringer Kommunen und Landkreisen, Energiekosten und CO2-Emissionen dauerhaft zu reduzieren – zum Beispiel durch kommunales Energiemanagement oder die Optimierung der Straßenbeleuchtung.

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Durch Transparenz beim Energieverbrauch und geringinvestive Maßnahmen können in kommunalen Liegenschaften die Energiekosten und CO2-Emissionen dauerhaft reduziert werden. Mit unseren Angeboten rund um das kommunale Energiemanagement (kEM) unterstützen wir Sie dabei.

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In kleineren und mittleren Kommunen ist die Straßenbeleuchtung oft für mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs der öffentlichen Hand verantwortlich. Wir beraten Thüringer Kommunen herstellerneutral bei der Optimierung der Straßenbeleuchtung.

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Kontakt aufnehmen

Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA)

Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt

Telefon: 0361 5603-220
E-Mail: info@thega.de

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