Kommunale Klimascouts

Azubis für mehr Klimaschutz

Wie können Klimaschutz und Energiesparen nachhaltig in Kommunen verankert werden? Zum Beispiel über die Auszubildenden in kommunalen Verwaltungen. Unser Projekt „Kommunale Klimascouts“ sucht interessierte Azubis und macht sie fit für eigene Klimaschutzprojekte in ihrer Kommune.

Wer kann „Kommunaler Klimascout“ werden?

Auszubildende in Kommunen und kommunalen Unternehmen können sich am Projekt „Kommunale Klimascouts“ beteiligen. Ziel ist es, sie als Akteure und Multiplikatoren für den kommunalen Klimaschutz zu gewinnen. Dazu werden die Azubis zu kommunalen Klimascouts qualifiziert.

Das Projekt ist so konzipiert, dass Azubis mit unterschiedlichem Wissensstand und ohne besondere Vorkenntnisse teilnehmen können. Motivation und Interesse am Thema genügen als Teilnahmevoraussetzung. Auch die Fachrichtung der Ausbildung spielt keine Rolle für eine Teilnahme, da sich Klimaschutzaktivitäten ausnahmslos in allen kommunalen Ressorts umsetzen lassen.

Welche Ziele hat das Projekt „Kommunale Klimascouts“?

Durch die Weiterbildung zum kommunalen Klimascout soll das Thema Klimaschutz in die Ausbildung der Azubis integriert werden. In den teilnehmenden Kommunen werden so junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Klimaschutz sensibilisiert und motiviert, ihr erworbenes Wissen in die kommunalen Klimaschutzaktivitäten einzubringen. Ziel ist es, „vom Wissen zum Handeln“ zu kommen und einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz im eigenen Arbeitsumfeld zu leisten.

Wie läuft das Projekt konkret ab?

1. Schulungsphase
Das Herzstück des Projekts ist das Schulungsformat „KlimaQuali“. Hier geht es vor allem um die Wissensvermittlung in puncto kommunaler Klimaschutz. Außerdem stehen der Erfahrungsaustausch und der Vernetzungsgedanke im Fokus, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voneinander lernen können und eigene Netzwerke knüpfen.

In der Schulungsphase erhalten die Auszubildenden eine fundierte Einführung in die Themen Klimawandel und Klimaschutz sowie damit verbundene kommunale aber auch alltagsbezogene Tätigkeitsfelder. Zusätzlich wird den Azubis methodisches Know-how zur Projektdurchführung, u. a. Projektmanagement und Kommunikationstechniken, vermittelt.

2. Projektphase
Mit dem in der Schulungsphase erlernten „Handwerkszeug“ konzipieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Arbeitsumfeld eigenständig ein Klimaschutzprojekt und setzen dieses um. Unterstützt werden sie dabei von Mentorinnen und Mentoren aus ihren Kommunen, z.B. Mitarbeiter der Ausbildungsleitung oder des Klimaschutzmanagements. So erhalten die Auszubildenden die Möglichkeit, ihr erworbenes Know-how direkt anzuwenden und praxisnah in einem eigenen Klimaschutzprojekt umzusetzen.

3. Wettbewerb
Alle eingereichten Projekte aus den verschiedenen Regionen Deutschlands nehmen zusätzlich an einem Bundeswettbewerb teil. Die Wettbewerbsbeiträge werden von einer Jury fachlich begutachtet. Jedes Jahr werden drei Projekte ausgezeichnet und nehmen an der Preisverleihung teil, die das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik ausrichten. Die Gewinner-Kommunen erhalten ein Preisgeld von jeweils 3.000 Euro.

Welche Vorteile haben die Azubis und die Kommunen?

Die teilnehmenden Azubis erhalten eine kostenfreie Zusatzqualifikation in einem aktuellen Themenfeld. Das selbstständige Initiieren und Umsetzen eines Projekts fördert zudem das selbstverantwortliche Arbeiten.

Thüringer Kommunen erhalten durch das Projekt „Kommunale Klimascouts“ Unterstützung bei der Ausbildung junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kommunalen Klimaschutz. Zusätzlich profitieren sie von Energieeinsparungen durch umgesetzte Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen sowie von der positiven Strahlkraft der Aktion.

Die Gewinner-Kommunen werden offiziell ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld von jeweils 3.000 Euro.

Wer steht hinter den „Kommunalen Klimascouts“?

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) führt das Projekt mit Fördermitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz durch. Unterstützt wird das Projekt dabei von 14 Klimaschutz- und Energieagenturen, die die Aktion jeweils in ihrer Region umsetzen. In Thüringen übernimmt die Landesenergieagentur ThEGA diese Aufgabe.

Noch Fragen?

Weitere Informationen zu den Klimascouts finden sich auf der Projekt-Website des Difu.

Wenn Sie Interesse haben, bei den „Kommunalen Klimascouts“ mitzumachen oder Fragen zum Projekt haben – melden Sie sich gerne bei uns!

Ansprechpartnerin

Katy Sengpiel

Projektleiterin Energiekonzepte und Effizienz

Rückblick: Teilnehmende Thüringer Kommunen 2021/2022

Beim Wettbewerb 2021/2022 haben diese Thüringer Kommunen mitgemacht:

  • Jena mit dem Projektkonzept zu einem Tag im Ausbildungsjahr für Nachhaltigkeit
  • Mühlhausen mit der Konzeption/Organisation einer (Schüler)- Klimaschutzkonferenz
  • Rudolstadt mit der Aktion „Klimaschutz statt Umweltschmutz in der Stadtverwaltung”
  • Nordhausen mit dem Projekt „Grau war gestern- Digitalisierung und Recyclingpapier”
  • und der Kyffhäuserkreis mit dem Projekt „Geothermie- die Erde heizt uns ein”.

Im Bundeswettbewerb hat sich das Klimascout-Team aus dem Kyffhäuserkreis gegen rund 50 weitere Projektideen aus ganz Deutschland durchgesetzt. Die Fachjury hat das Thüringer Team zu einem von drei gleichrangigen Gewinnern gekürt. Die Klimascouts aus dem Kyffhäuserkreis erhalten ein Preisgeld von 3.000 Euro, das für weitere Klimaschutzprojekte verwendet werden kann. Die ThEGA gratuliert herzlich!

Weitere Bildungsprojekte der ThEGA

Energiewende-Planspiel für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 11.

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Ehrenamt trifft Klimaschutz: Menschen und Kommunen gesucht, die sich lokal für mehr Klimaschutz engagieren.

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ist ein Projekt des:

Gefördert durch:

Kontakt aufnehmen

Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA)

Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt

Telefon: 0361 5603-220
E-Mail: info@thega.de

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